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Stoppt Den Verrat - Rettet Die Wale

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Im Februar 2010 wurde ein Vorschlag der Internationalen Walfangkommission (IWC) bekannt, der die Legalisierung des Walfangs zumindest für die nächsten 10 Jahre zur Folge hätte. Damit würde das seit 1986 geltende Walfangverbot aufgehoben.

Trotz Walfangverbots betreiben Japan, Norwegen und Island kommerziellen Walfang. Japan hatte in den vergangenen Jahren ihm freundlich gesinnte Länder für die IWC rekrutiert, um dort eine Stimmenmehrheit zu erreichen. Ziel dieser Stimmenkauf-Politik war eine Aufhebung des Walfangverbots. Obwohl Japan dies bisher nicht erreicht hat, hat es die inzwischen 88 Länder zählende IWC in Walfangbefürworter und Walschutz-Länder gespalten.

Einige Länder erachteten die Situation in der IWC als unhaltbar. Eine „kleine Arbeitsgruppe“ wurde eingerichtet und 2009 eine zusätzliche, noch kleinere, „Unterstützergruppe“.

Die aus zwölf Ländern, darunter auch Deutschland, bestehende „Unterstützergruppe“ stellte ihren Kompromissvorschlag der „kleinen Arbeitsgruppe“ am 2. bis 4. März vor. Schon auf der Vertragsstaatenkonferenz der IWC im Juni könnte das Papier verabschiedet werden.

„Der Vorschlag liest sich wie ein langfristiges Schutzprogramm für Walfang, den Walen hilft er allerdings nicht,“ kommentiert Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW. „Das Papier wurde hinter verschlossenen Türen ausgeklüngelt. Es legalisiert den Walfang und hebelt den Schutz im antarktische Walschutzgebiet aus. Dieser Vorschlag ist letztendlich eine Belohnung der Walfangländer für ihr beharrliches Ignorieren der IWC. Für einen garantierten und legalisierten, auf zehn Jahre festgeschriebenen Walfang machen die Walfangländer Island, Norwegen und Japan kurzfristige und unbedeutende Zugeständnisse. Deutschland darf nicht zulassen, dass der unnötige und grausame Walfang auf diesem Wege legalisiert wird.“

Unterschreiben Sie unsere Petition für einen konsequenten Walschutz!

Der Vorschlag

Eine kleine Gruppe von 12 Ländern, darunter Deutschland, die USA, Japan, Norwegen und Island, hat über mehrere Monate einen Vorschlag ausgearbeitet, der einen Kompromiss zwischen den Walfangländern und den Walschützern darstellen soll. Dieser Vorschlag sieht einen legalisierten Walfang für die nächsten zehn Jahre vor und stellt damit faktisch eine Walfanggarantie dar. Somit soll der Walfang von Norwegen, Island und Japan angeblich wieder unter die Kontrolle der IWC gelangen. Bisher bestimmen die drei Nationen ihre Walfangquoten selber. Laut Vorschlag soll die Quote dann von der IWC bestimmt werden. Die Walfangländer haben aber schon angekündigt, dem Vorschlag nur zuzustimmen, wenn sie die von ihnen gewünschte Jagdquote bekommen.

Weitere Kritikpunkte an dem Vorschlag sind:

  • Es gibt keine Übereinkunft über den Walschutz oder Walfang für die Zeit nach den zehn Jahren. Unabhängig aller jetziger Vereinbarungen könnten sich die drei Nationen auf ihre jetzige Position zurückziehen und weiter Wale fangen.
  • In Japan wird derzeit der Bau eines neuen Fabrikschiffes diskutiert. Eine Walfanggarantie würde die Rentabilität eines Neubaus erhöhen.
  • Bisher sind in dem Vorschlag keinerlei Pläne für ein Auslaufen des Walfangs enthalten.
  • Es sind Quoten für alle Gebiete einschließlich des Walschutzgebietes in der Antarktis vorgesehen.
  • Faktisch bedeutet dies ein Ende des Moratoriums, da es keine Handhabe gäbe den Walfang nach den zehn Jahren zu beenden.
  • Andere Nationen könnten ermutigt werden, den Walfang wieder aufnehmen zu wollen wie Beispielsweise Südkorea, Russland oder Indonesien.
  • Japan, Norwegen und Island werden für die fortgesetzte Missachtung des Walfangverbots belohnt. Das Verbot würde ausgesetzt und die drei Nationen könnten ungehindert Walfang betreiben.

Angebliche Zugeständnisse an die Wale und Walschützer sind:

  • Ein begrenztes Rederecht für Verbände und Nicht-Regierungsorganisationen (Eine Normalität in fast allen anderen internationalen Foren und längst überfällig).
  • Ein südatlantisches Schutzgebiet, in dem gegenwärtig sowieso kein Walfang stattfindet und auf absehbare Zeit sowieso keiner geplant wird. Es bietet daher den Walen keinen zusätzlichen Schutz.
  • was ist von der Gründung eines Schutzgebietes zu halten, wenn gleichzeitig eine Fangquote in einem bestehenden Gebiet, dem Schutzgebiet rund um die Antarktis, ausgesprochen wird?
  • die IWC und ihre Strukturen sollen modernisiert werden und Walschutz eine größere Rolle spielen, besonders letzteres wäre gut und notwendig.

Die Internationale Walfangkommission (IWC)

Die Internationale Walfangkommission (IWC) ist das weltweit operierende Gremium, das für das Management des Walfangs und den Schutz der Wale verantwortlich ist.

Jede Nation kann Mitglied der IWC werden. Formal bindend ist die Internationale Konvention zur Regulierung des Walfangs (ICRW). Jeder Mitgliedsstaat wird durch ein Ausschussmitglied vertreten, dem Experten und Ratgeber zur Seite stehen können. Vorsitzender und Vizevorsitzender der Kommission werden aus den Ausschussmitgliedern gewählt, und zwar gewöhnlich für drei Jahre.

Unterschreiben Sie unsere Petition für einen konsequenten Walschutz!

Die Petition ist eine gemeinsame Aktion von:

      

Spenden sie hier Aktiv werden

Solche Grausamkeiten können bald ganz legal  sein. Das schlägt zumindest ein Kompromisspapier vor, das der Internationalen Walfangkommission (IWC) jetzt vorliegt.

Foto © IFAW


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Eine Koalition von 25 Tier- und Umweltschutzorganisationen hat einen Brief an Bundeskanzlerin Frau Merkel geschickt, mit der Forderung, den Kompromissvorschlag nicht zu unterstützen. Den vollständigen Brief sehen Sie hier. (2,6 MB)


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Der IFAW und viele andere NGO's haben den Vorschlag der IWC  gründliche analysiert. Das Ergebnis können Sie hier lesen oder herunterladen. Das Dokument ist in ENGLISCH.


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Unterstützen Sie uns auch offline. Sammeln Sie Unterschriften für die Petition an Bundesministerin Ilse Aigner. Bitte schicken Sie uns die Listen  an den IFAW, Postfach 10 46 23, 20032 Hamburg bis 25.5.2010, damit wir die Listen an Frau Aigner übergeben können.


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Eine zweiseitige Zusammenfassung des Vorschlags und die wesentlichen Kritikpunkte finden Sie hier.