Was lieb ist, kann sehr schnell teuer werden!
Illegaler Welpenhandel
Er sieht süß aus, ist knuddelig und tapsig. Er fiept leise, wedelt mit dem Schwanz und läuft auf Sie zu. Wer könnte da widerstehen?
Aber: Möglicherweise unterstützen Sie tierquälerische Machenschaften, wenn Sie den kleinen Welpen mitnehmen.
Die Welpen werden zu früh von ihren Müttern getrennt und sind somit weder ausreichend durch die Muttermilch immunisiert, noch artgerecht sozialisiert. Die Gehege bilden eine eintönige Umwelt, dadurch haben die Welpen kaum eine Möglichkeit, sich zu einem ausgeglichenen und gesunden Hund zu entwickeln.
Die meisten Hundefabriken befinden sich in osteuropäischen Ländern. Jedes Jahr werden unzählige Welpen illegal aus dem Ausland nach Deutschland importiert!
Händler karren die Welpen mit gefälschten Impfpapieren dann in Transportern bis zu 30 Stunden durch Europa – ohne ausreichende Pausen und ohne die Begleitung ihrer Mütter, obwohl deutsches Recht das bis zu einem Alter von acht Wochen vorschreibt. Vorläufiges Ende dieser Fahrt ist häufig Belgien oder Holland. Dort müssen die Welpen in großen Zwischenlagern auf einen weiteren Transport in andere europäische Länder warten. Eines dieser Zielländern ist Deutschland.
Die eingeschmuggelten Welpen werden anschließend unter falschem „Etikett“ angeboten: Angeblich stammen sie aus seriöser holländischer Zucht oder aus einer deutschen Privatzucht. Auf den ersten Blick unverdächtige Händler halten sich oft eine Alibi-Hündin, die sie als das dazugehörige Muttertier vorstellen. Die Folgen der verfrühten Trennung von der Mutter offenbaren sich mitunter erst Monate später. Der Welpe zeigt eine schwache körperliche Konstitution oder Verhaltensauffälligkeiten. Hunde aus unkontrollierten Züchtungen können genetische Defekte aufweisen, die zu schweren Krankheiten und einem frühen Tod führen.












