Bitte achten Sie darauf, welches Gericht Sie im Restaurant bestellen!
Haie werden ohne Flossen zurück ins Meer geworfen
In vielen asiatischen Ländern ist Haiffischflossen-Suppe eine beliebte Delikatesse. Jedes Jahr werden weltweit über 100 Millionen Haie gefangen – viele Tiere davon sind für den Gastronomiehandel. Da die Flossen den besten Preis erzielen, werden den Haien häufig nur die Flossen abgeschnitten. Anschließend werden die verstümmelten Tiere ins Meer zurück geworfen. Ohne Flossen sind die Haie allerdings nicht mehr überlebensfähig und verenden langsam und qualvoll.
Schwalben werden ihrer Nester beraubt
Eine weitere Spezialität sind Vogelnestsuppen. Die wichtigste Zutat hierfür sind Schwalbennester, aus denen die speichelartigen Bestandteile ausgekocht werden. Der Speichel der Vögel wurde beim Nestbau mit Gras und Federn vermengt und gilt als protein- und vitaminreich. Nahezu 20 Millionen Nester werden jedes Jahr in Ländern wie Indien und den Philippinen gehandelt. Sie werden bereits gesammelt, bevor die Brutzeit der Vögel abgeschlossen ist. Dieses Vorgehen hat zur Folge, dass die Populationen der Schwalben stark dezimiert wurde.
Schildkröteneier als Snack für
zwischendurch
In einigen Teilen Asiens und in der Karibik werden
Schildkröteneier als Snacks gegessen. Sie sind besonders beliebt, weil ihnen
eine aphrodisierende Wirkungen unterstellt werden, welche jedoch
wissenschaftlich nicht nachgewiesen werde konnte.
Sinnlose und grausame Jagd auf Wildtiere für exotische
Fleischgerichte
In Japan wird Walfleisch in vielen Restaurants
angeboten. Trotz des internationalen Walfangverbots (Moratorium), macht Japan
weiterhin gezielt zweimal pro Jahr Jagd auf Zwerg-, Bryde-, Sei- und Pottwale.
Die Walbestände werden dadurch weiter in massiven Umfang bedroht. Hinzu kommt,
dass durch den Verzehr von Walfleisch für den Menschen ein potenzielles
Gesundheitsrisiko besteht. Da Wale am Ende der Nahrungskette stehen und aufgrund
der Verschmutzung der Weltmeere, sammeln sich hochgiftige Chemikalien in ihrem
Fleisch und insbesondere im Blubber an. In wissenschaftlichen Analysen wurde
festgestellt, dass über die Hälfte japanischen Walfleisches durch mindestens
einen giftigen Stoff belastet war, welcher den Grenzwert für den Konsum
überschritt - beispielsweise mit polychloriertem Biphenyl (PCB) und
Quecksilber.
Auch Reptilienfleisch befindet sich in
vielen Ländern auf der Speisekarte. In Zentralamerika beispielsweise werden
Leguane am Straßenrand und auf Märkten verkauft. Um die noch lebenden Tiere an
der Flucht zu hindern, werden ihnen die Sehnen der Vorderbeinen durchtrennt und
hinter ihrem Rücken zusammengebunden.
Die Liste an exotischen
Gerichten ist lang und nicht immer stammen die Zutaten von gefährdeten Arten.
Allerdings ist die Jagd und die Zubereitung in vielen Fällen mit einem hohen Maß
an Grausamkeit und Qualen für die Tiere verbunden.
Appetit auf Exotisches aus dem
Busch?
In vielen Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ist es
üblich, dass die Menschen das Fleisch von gejagten Wildtieren essen, so
genanntes Bushmeat. Für manche Touristen scheint es reizvoll zu sein, auch mal
das Fleisch von Affen, Ameisenbären oder sogar Elefantenrüssel zu essen. Dadurch
hat sich in den letzten Jahren der Handel von Bushmeat massiv ausgedehnt und
wurde zunehmend kommerzialisiert. Für die Menschenaffen in Afrika ist der
Bushmeat-Handel heute die größte unmittelbare Bedrohung (11).
Bitte hinterfragen Sie das Angebot an
exotischen Speisen und denken Sie an die Folgen für Tiere und Natur.













