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Reiseziel: Asien Zentrum des Elfenbeinhandels

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Thailand
Thailand
ist eines der weltweit größten Zentren für den Verkauf von gewildertem Elfenbein. Oft werden auch Produkte aus Reptilienhäuten, insbesondere von Krokodilen angeboten. Der Kauf dieser Produkte ist meist illegal.

Lukrative Einnahmequelle: bettelnde Elefanten
Auf den Straßen von Bangkok und in anderen Städten Thailands stößt man immer wieder auf „bettelnde” Elefanten. Obwohl die Regierung vor kurzem diese Praktik als unerwünscht erklärt hat, werden die Tiere regelmäßig von ihren Haltern, den Mahouts, in die Städte gebracht. Die Tiere erbetteln von den Touristen Geld. Als Gegenleistung dürfen die Reisenden die Elefanten mit Blättern füttern. Früher arbeiteten diese Elefanten in Holzfäller-Camps. Als die Regierung die Abholzung zum Schutz der verbliebenen Wälder 1990 stark reduzierte, mussten die Mahouts andere Einkommensmöglichkeiten finden – vor allem weil ein Elefant bis zu 100 Kilogramm Futter pro Tag benötigt. Das Elefanten-Betteln hat sich als ein sehr lukratives Geschäft erwiesen. Die Anzahl der Baby-Elefanten, die auf den Straßen in Asien zu sehen sind, zeugt davon, dass zusätzliche, gewilderte Tiere importiert werden, zum Beispiel aus dem Nachbarland Myanmar.
 
Insbesondere bei Nacht werden viele Elefanten in Verkehrsunfälle verwickelt. Sie müssen viele Stunden in überfüllten Gebieten wie Patpong, Bangkoks Rotlichtviertel, verbringen. Oft werden Sie unter Drogen gesetzt, damit sie den Stress inmitten von Lärm und Abgasen bis zur Morgendämmerung durchhalten. Tagsüber sind sie an willkürlich gewählten Plätzen angebunden - manchmal sogar unter Autobahnbrücken. 
 
Bitte geben Sie kein Geld für die Fütterung dieser Elefanten! Die Tiere werden gezielt eingesetzt, um Mitleid zu erregen. Doch Elefanten gehören nicht in die Städte, wo sie fürchterlich leiden. Die Unterstützung der Bettel-Aktion fördert die Wilderei von weiteren Wildtieren.
 
Besuchen Sie stattdessen ein Zentrum für ehemalige Arbeitselefanten. In diesen Camps arbeiten Elefanten unter kontrollierten Bedingungen und frei von Misshandlungen. Zusätzlich haben die Eigentümer hier eine alternative Einnahmequelle, um von ihren Tieren weiterhin leben zu können.
 

China und Hong Kong China – bekannt für traditionelle Medizin und exotische Nahrungsmittel
Bitte kaufen Sie weder Elfenbeinschnitzereien noch Produkte der traditionellen Asiatischen Medizin, die Bestandteile aus gefährdeten Arten enthalten (beispielsweise Gallensaft von Bären oder Pflaster mit Zusätzen von Tiger- oder Leopardenknochen). Achten Sie außerdem darauf, keine Produkte vom Moschustier zu kaufen. Ebenso sollte die hier gehandelte Shahtoosh-Wolle nicht auf Ihrem Einkaufszettel stehen.
 
Japan nutzt Schlupflöcher für den Handel mit Walfleisch
Unter bestimmten Bedingungen darf in Japan Elfenbein legal verkauft werden. Allerdings hat das derzeitige Kontrollsystem eine Menge Schlupflöcher, so dass oftmals „legal“ angebotenes Elfenbein tatsächlich von gewilderten Elefanten stammt. In jedem Fall ist es verboten, Elfenbein aus dem Land auszuführen.
 
Bitte beachten Sie, dass in japanischen Restaurants und Supermärkten das Fleisch einiger gefährdeter Arten angeboten wird, darunter auch Walfleisch. Obwohl Walfang weltweit verboten ist, tötet Japan jedes Jahr unter dem Vorwand „wissenschaftlicher Zwecke“ Wale. Das Fleisch wird jedoch anschließend gewinnbringend verkauft. DNA-Untersuchungen durch den IFAW haben ergeben, dass auch das Fleisch von stark gefährdeten Walarten, wie dem Buckelwal, welcher seit 1966 international geschützt ist, verbotener Weise auf japanischen Märkten landete und verkauft wurde.


Indien
Folgende Produkte findet man auf indischen Märkten und in Geschäften:    

  • Produkte aus Elfenbein, Schildkrötenpanzer und Reptilienhaut
  • Messer mit Griffen aus dem Geweih gefährdeter Hirsche
  • verschiedene Felle und Pelze
  • Shahtoosh-Wolle
  • Schmetterlinge und Korallen


Bitte boykottieren Sie diese Produkte und lassen Sie sich zu keinem Kauf überreden! Auch abgerichtete Affen und Tanzbären sind in Indien sehr verbreitet. Bitte unterstützen Sie diese Praktiken nicht durch Zuschauen und Bezahlen. Die Tiere wurden fast immer gewildert und müssen qualvolle Trainingsmethoden über sich ergehen lassen.
 
Die Länder Malaysia, Indonesien und die Philippinen gehören zum Zentrum des weltweiten Korallenhandels. Das exotische Speiseangebot hält eine große Palette an Gerichten aus gefährdeten Wildtieren bereit, wie zum Beispiel Eier und Fleisch von Schildkröten. Außerdem werden in diesen Ländern viele hinsichtlich des Tier- und Artenschutzes bedenkliche Souvenirs angepriesen. Folgende Produkte sollten Sie daher nicht kaufen:

  • Schildkrötenpanzer
  • gefährdete Meeresmuscheln
  • Zähne, Kieferknochen oder Flossen von Haien
  • ausgestopfte Paradiesvögel
  • präparierte, in Schaukästen fixierte Schmetterlinge und Insekten (Viele dieser Arten sind gefährdet. Pflanzen, die Nahrungsquelle für viele Tiere sind, sind hinsichtlich der Bestäubung oft von Insekten abhängig.)

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Dieser Bär wird in einem winzigen Käfig auf einem chinesischen Bauernhof gehalten. Seine Gallenflüßigkeit wird hier mittels eines Katheders "gemolken".
© IFAW/R. Sobol Foto © IFAW