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Hintergründe zum Elfenbeinhandel

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Elfenbeinhandel bei eBay verboten!

Das Internetauktionshaus eBay geht mit gutem Beispiel voran. Seit dem 1. Januar 2009 dürfen auf dessen Seiten keine Elfenbein-Produkte mehr angeboten werden. Damit setzt eBay ein Zeichen gegen den illegalen Handel mit Elfenbein und nimmt seine Verantwortung für den Artenschutz wahr. Diese Entscheidung ist Folge einer intensiven Zusammenarbeit zwischen dem IFAW und eBay.

Elfenbeinhandel ist grundsätzlich verboten
Nach Jahrzehnten des skrupellosen Abschlachtens von Elefanten wurde der Elfenbeinhandel 1989 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) verboten. Sowohl der Afrikanische als auch der Asiatische Elefant ist durch diesen Beschluss geschützt (auf Anhang I gelistet). Daraus ergibt sich, dass der internationale Handel mit Elefanten, aber auch mit allen seinen Teilen wie Elfenbein, Haut bzw. Leder, Fleisch und Haar bei uns grundsätzlich verboten ist. Für wissenschaftliche, nicht-kommerzielle Zwecke müssen Sondergenehmigungen vorliegen.

Die Elefantenpopulationen von Botswana, Namibia, Südafrika und Zimbabwe sind allerdings derzeit auf CITES-Anhang II gelistet. Elefantenprodukte, die aus diesen Ländern stammen, dürfen aber auch nicht uneingeschränkt gehandelt werden, es müssen jeweils entsprechende Genehmigungen der zuständigen Behörden vorliegen. Nichtsdestotrotz ist dies ein Schlupfloch im Elfenbeinhandelsverbot, durch das die Wilderei angeheizt und die Kontrollen erschwert werden.
 
Ausnahmen erschweren die Kontrolle: Elfenbein als Antiquität
Bei Antiquitäten aus Elfenbein muss der Verkäufer nachweisen, z.B. mit einer Bescheinigung eines öffentlich anerkannten Gutachters für Artenschutz, dass dieser Artikel vor dem 1. Juni 1947 hergestellt wurde. Außerdem muss bei der Antiquität erkennbar sein, dass es sich nicht um unbearbeitetes oder nur geringfügig bearbeitetes Elfenbein handelt.
 
Elfenbeinhandel gefährdet das Überleben der Elefanten
Aufgrund des massiven Abschlachtens - vorwiegend für die Belieferung der internationalen Märkte - sank die Zahl Afrikanischer Elefanten von etwa 1,2 Million im Jahre 1980 auf heute vielleicht nur noch gut 450.000 Tiere. In Asien sind nur noch 35.000 bis 40.000 Elefanten in freier Wildbahn zu finden. Trotz des strengen Schutzstatus werden auch heute noch jährlich mindestens 20.000 Elefanten in Asien und Afrika wegen ihrer Stoßzähne getötet. Durch die nach wie vor bestehende Nachfrage nach Elfenbeinprodukten besteht ein so großer wirtschaftlicher Anreiz, dass Elefanten gewildert und Elfenbein in enormen Mengen geschmuggelt und illegal gehandelt wird. Auch in der EU boomt im Internet das illegale Geschäft mit dem „weißen Gold".
 
Dennoch wird immer wieder über eine Freigabe des Elfenbeinhandels diskutiert. Eine Wiedereröffnung des legalen internationalen Marktes für Elfenbein ist äußerst problematisch, da sie unausweichlich zu einem Aufschwung der Wilderei führen würde. Im Handel ist es meist unmöglich, zwischen legalem und illegalem Elfenbein zu unterscheiden. Wenn die Elefanten in Afrika und Asien eine Überlebenschance haben sollen, muss der Elfenbeinhandel national wie international völlig unterbunden werden.

Schützen auch Sie die Elefanten!
Verzichten Sie generell auf den Kauf von Elfenbeinprodukten. Jeder Verkauf und Kauf erhöht die Nachfrage und das Risiko, dass es einen weiteren wirtschaftlichen Anreiz für Wilderei und Elfenbeinschmuggel gibt.  

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Die Grafik zeigt das Ausmaß des Elfenbeinhandels weltweit im Zeitraum 2000-2006.