Durch Wildtierhandel bedrohte Arten
Der IFAW hat im Internet erschreckend viele Verkaufsangebote für Wildtiere und Wildtierprodukte entdeckt, zumeist Arten, mit denen der Handel entweder verboten ist oder strengsten Regulierungen unterliegt. Die Palette an offerierten Wildtierprodukten ist unendlich groß, hier werden nur einige der im Internet feil gebotenen Tierarten vorgestellt.
Elefanten
Nashörner
Meeresschildkröten
Exotische Wildvögel
Menschenaffen und andere Primaten
Bären
Tibetantilopen
Andere bedrohte Arten
Tiger und Wildkatzen

Der IFAW entdeckte Angebote für Taschen aus Tigerfell, Tigerknochenmedizin und sogar einen lebendigen „Haustiger“. Auch Jacken aus Geparden- und Leopardenfell wurden verkauft. Der Anstieg der Wilderei und die Zerstörung der Lebensräume haben verheerende Auswirkungen. Tiger könnten innerhalb eines Jahrzehnts aus freier Wildbahn verschwunden sein. Zurzeit befinden sich 10.000 Tiger in Privatbesitz in den USA und höchstens 5.000 leben in freier Wildbahn..
Elefanten

Innerhalb nur einer Woche fand das IFAW-Team im Internet Tausende Angebote für Elefantenprodukte. Viele Elefantenpopulationen sind wegen der Zerstörung ihrer Lebensräume und vermehrt um sich greifender Wilderei wegen ihres Elfenbeins akut vom Aussterben bedroht. Man nimmt an, dass in ganz Asien nur noch 35 000, davon im gesamten Gebiet von China nur noch 250 Elefanten leben.
Nashörner

Der IFAW fand Trophäen und geschnitzte Dolchgriffe aus dem Horn von Nashörnern sowie Nashorn-Pulver, das für die Traditionelle Asiatische Medizin verwendet wird. Die Lage der Nashörner ist mehr als brenzlig – alle fünf verbliebenen Arten sind vom Aussterben bedroht und jeglicher internationale Handel mit ihnen ist verboten.
Meeresschildkröten

Der IFAW hat im Internet mehrere Angebote für Karettschildkrötenpanzer und Schmuckgegenstände aus Schildpatt gefunden. Die sich sehr langsam fortpflanzende Schildkrötenart ist weltweit stark gefährdet. Der Handel mit Karettschildkrötenprodukten könnte die gesamte Art ausrotten. Jeglicher Handel mit Meeresschildkröten oder Produkten aus Meersschildkröten ist illegal.
Exotische Wildvögel

Bei den Untersuchungen für die IFAW-Studie „Tod per Mausklick“ wurde ein wachsender Markt für exotische Wildvögel festgestellt. Gefährdete Vogelarten und ihre Eier werden ohne jegliche Papiere und von der Öffentlichkeit nahezu unbeachtet gehandelt. Die am häufigsten angebotenen Wildvogelarten aus CITES-Anhang I sind u.a. die Doppelgelbkopfamazone, die Gelbnackenamazone, der Goffinkakadu, der kleine Soldatenara, der Molukkenkakadu, der Hellrote Ara und - weniger häufig - Palmkakadu und Hyazinth-Ara.
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Menschenaffen und andere Primaten

Das IFAW-Team hat zahlreiche Angebote für lebende Primaten im Internet gefunden sowie mehrere Websites, die eine unbestimmte Anzahl von Primaten zum Verkauf anbieten. Ein lebender Gorilla wurde von einem Händler offeriert, der angab, sich in London zu befinden, und auf einer US-Website standen vier Babyschimpansen zum Verkauf. Der Handel bedroht die Bestände aller Menschenaffenarten. Alle wild lebenden Primatenarten sind bedroht und der Handel mit ihnen ist entweder verboten oder unterliegt strengsten Regulierungen.
Bären

Der IFAW hat im Internet Angebote für verschiedene traditionelle Heilmittel gefunden, die Bärengalle enthalten. In China werden Schwarzbären wegen ihrer Gallenblasenflüssigkeit in Farmen unter grausamen Bedingungen gezüchtet. Die Flüssigkeit wird mithilfe schmerzhafter Katheder entnommen und den eingepferchten Tieren werden unsagbare Qualen zugefügt. Die Gallenflüssigkeit wird für traditionelle Heilmittel, zunehmend jedoch auch für Produkte wie Halsschmerztabletten und Shampoo verwendet.
Tibetantilope

Die feine Wolle dieser Antilope wird für die Herstellung der besonders in Indien sehr populären Shatoosh-Schals verwendet. Diese Luxusartikel findet man allerdings auch in Europa und den USA im Internet. Schätzungen zufolge leben nur noch 75.000 Tibetantilopen in freier Wildbahn. Sie können nicht gezüchtet werden. Für die Herstellung eines einzigen Schals werden bis zu fünf Tibetantilopen getötet. Der IFAW stieß im Internet auf eine Frau, die auf einer indischen Website Shatoosh inserierte und anbot, den Schal nach Großbritannien zu versenden – in beiden Ländern ist der Handel mit Shatoosh verboten. Die Tibetantilope ist akut gefährdet und es ist unter allen Umständen illegal, mit Produkten aus der Wolle der Tibetantilope zu handeln.
Reptilien

Vorsicht bei Angeboten für Reptilienhäute und lebende Reptilien. Viele Reptilienarten stehen unter Artenschutz oder gelten als gefährdet, darunter auch Krokodile und Kaimane. Der IFAW hat viele Angebote für Handtaschen, Gürtel, Schuhe und Tierhäute von gefährdeten Reptilienarten gefunden.













