Der illegale Handel mit Wildtieren bringt jedes Jahr weltweit 5-20 Milliarden US-Dollar ein. Er gehört neben Produktpiraterie, Menschenhandel, Drogen- und Waffenhandel zu den größten kriminellen Aktivitäten in der Welt.
Der Kampf gegen das Verbrechen an Wildtieren
Obwohl es Gesetze gegen den illegalen Wildtierhandel gibt, sind die
Mittel, um sie durchzusetzen, nach wie vor unzureichend. Häufig besitzen die
Wilderer zudem eine bessere Ausrüstung als die Ranger und die Polizei. Generell
ist der Kampf gegen die Wilderer sehr gefährlich. So wurden in Asien und Afrika
patrouillierende Gesetzeshüter von bewaffneten Jäger erschossen.
Wildtierhandel bedient sich moderner Technik
- die Aufklärungsarbeit auch
Der Einsatz von moderner Technik
spielt zunehmend eine entscheidende Rolle beim Handel mit Wildtieren. Das
Internet eröffnet einen ganz neuen Wildtiermarkt für den kriminellen Handel. Mit
Hilfe tragbarer GPS-Geräte orientieren sich die Wilderer, um leichter Gebiete
mit vielen Tieren aufspüren zu können. Jedoch ermöglichen moderne
Analysentechniken auch die Rückverfolgung von Straftaten. Wildhüter und
Naturschützer können, mittels DNA-Tests und Computer Datenbanken, den Ursprung
eines Wildtieres und die Handelswege von Kriminellen ermitteln.
Eine wichtige Entwicklung war die Einführung von Ecomessage durch die internationale Polizeiorganisation Interpol. Interpol, mit Sitz in Lyon (Frankreich) bemüht sich Umweltstraftaten aufzuklären und setzt sich vor allem für die Bekämpfung von Kriminalität im Zusammenhang mit Wildtieren ein. Ecomessage dient hier als zentrales Berichterstattungssystem. Es bietet verbesserte und effiziente Möglichkeiten am Wildtierhandel beteiligte Kriminelle weltweit aufzuspüren. Der IFAW fördert dieses Modell, in dem er Polizeibehörden in aller Welt unterstützt, sich aktiv an Ecomessage zu beteiligen.
Um die Straftaten des illegalen Wildtierhandels unter Kontrolle zu bringen, muss zur Aufdeckung und Verfolgung noch viel mehr als bisher getan werden. Der IFAW veröffentlichte in diesem Jahr einen Bericht, der enthüllt, dass überall in Großbritannien riesige Mengen Elfenbein illegal verkauft werden.
Handel mit Elfenbein
Ermittler des IFAW sind in Antiquitätengeschäften, auf Märkten und bei
Internetauktionen auf Tausende Elfenbeinprodukte gestoßen. Nach britischen
Gesetzen dürfen nur Elfenbein-Schnitzereien, die aus der Zeit vor 1947 datiert
sind, verkauft werden. Zusätzlich müssen Dokumente beiliegen, aus denen das
Alter eindeutig hervorgeht. Bei unserer Stichprobe besaß kein einziger Händler
Unterlagen, die das Alter des Elfenbeins belegen könnten. Die weitaus schlimmere
Tatsache war, dass viele Händler stattdessen anboten, Belege mit einem fiktiven,
mehr als hundert Jahre zurückliegendem Herstellungsdatum, auszuschreiben. Ein
Standbesitzer teilte den Undercover-Ermittlern sogar im Vertrauen mit, dass
ständig neue Gegenstände aus China ins Land kämen, weil „es so leicht ist, sie
am Zoll vorbeizuschmuggeln“.
Die IFAW-Kampagne "Kein Tier als Urlaubs-Souvenir" soll Menschen direkt am
Flughafen darüber aufklären, welche Reiseandenken sie besser nicht im Urlaub
kaufen sollten.
>> zur aktuellen Kampagne
"Artensterben online: 3... 2... 1... keins!" Der IFAW deckt schockierende Funde
bei einer Internetrechereche auf.
>> Wildtierhandel im Internet
Download
Mit einem Spot beim Public Viewing zur EM setzt der IFAW mit der Werbeagentur Springer & Jacoby ein Highlight in seiner Kampagne "Stoppt den Wildtierhandel".












