Einsatz für Walschutzräume

Der IFAW setzt sich für die Errichtung, Bewahrung und teilweise auch Ausdehnung weltweiter Wal-Schutzgebiete ein.

  • 2012 gründete die australische Regierung das Commonwealth Marine Reserve Network, ein Netzwerk aus verschiedenen Meeresschutzgebieten. Die Gebiete rund um Australien sind dadurch zu gesetzlich anerkannten Schutzzonen geworden. Das bedeutet, dass der Großteil der Wasser- und Meeresfauna Australiens auf Jahre hinaus geschützt ist.
  • Im Indischen Ozean und im Südpolarmeer hat die Internationale Walfangkommission ebenfalls Schutzgebiete eingerichtet. (Durch das Urteil des Internationalen Gerichtshofs vom März 2014, auf das der IFAW lange hingearbeitet hat, konnten wir dazu beigetragen, dass der Walfang zu Forschungszwecken im Schutzgebiet Südpolarmeer beendet wurde.)
  • Für das Jahrestreffen der Internationalen Walfangkommission 2012 hat der IFAW ein Thesenpapier erstellt, das die Einrichtung eines Schutzgebiets Südatlantik fordert.
  • Eine Reihe von Umweltschutzorganisationen, darunter auch der IFAW, haben sich zur Antarctic Ocean Alliance (AOA) zusammengeschlossen. Ziel ist es, in den Gewässern rund um die Antarktis ein Netzwerk von Meeresschutzräumen einzurichten.
  • In jahrelangen Anstrengungen gelang es dem IFAW gemeinsam mit unseren Ehrenmitgliedern Pierce und Keeley Brosnan, dem Natural Resources Defense Council und einem Bündnis mexikanischer Partner eine der letzten ursprünglichen Plätze, an denen kalifornische Grauwalweibchen ihre Kälber austragen. Die Lagune San Ignacio im mexikanischen Baja California Sur sollte in eine der weltgrößten Industrieanlagen zur Salzgewinnung umgewandelt werden. Dank unserer Bemühungen haben die Regierung Mexikos und die Mitsubishi Corporation diesen einzigartigen Lebensraum stattdessen unter Schutz gestellt.
  • Der IFAW fordert zudem, dass das Gebiet vor der Küste der russischen Weißmeerinsel Solowezki langfristig geschützt wird. Seit Jahren erforschen wir dort weibliche Belugawale, ihre Kälber und ihren Lebensraum. Inzwischen arbeitet der IFAW mit dem russischen Ministerium für Natürliche Ressourcen und Ökologie daran, im Solowezki-Archipel ein Schutzgebiet einzurichten und dies mit einem naheliegenden Schutzgebiet an Land zu verbinden.

Das 7. Umweltaktionsprogramm der Europäischen Union beinhaltet Forderungen des IFAW zum Meeresschutz und von Menschen ausgehenden Bedrohungen. Umweltthemen müssen umfassend in die internationale Handelspolitik, Entwicklungspolitik, Außenpolitik und Sicherheitspolitik integriert werden. Die Verabschiedung dieses Programms ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die EU ihre umweltpolitischen Ziele für 2020 erreichen will.
 

Unsere Forschungsarbeit

Der IFAW wirkt in unterschiedlichen Regionen der Welt an Forschungsarbeiten zu einer Vielzahl von Wal-Arten mit oder finanziert diese. Das Know-how der Wal-Experten des IFAW ist in vielen internationalen Foren wegweisend, wenn es um Fragen der Wissenschaft, Forschung und öffentlichen Vertretung von Naturschutzanliegen geht.

  • Seit 1996 hat der IFAW an zahlreichen Forschungsprojekten im Südpolarmeer teilgenommen und Pionierarbeit bei neuen nicht-invasiven Forschungsmethoden geleistet.
  • 2013 entdeckten IFAW Forscher vor Kangaroo Island in Südaustralien eine Herde Shepherd-Wale, eine der seltensten Walarten überhaupt. Diese Art ist weltweit in freier Wildarbeit erst weniger als zehn Mal gesichtet worden. Da dies jedoch die zweite Sichtung in der Region war, scheinen die Gewässer vor Südaustralien für diese und andere Walarten ein wichtiger Lebensraum zu sein. Die Forschungsarbeit des IFAW war wichtig, um diese Region vor den angedachten seismischen Untersuchungen zu schützen.
  • Der IFAW schickt jedes Jahr ein Forschungsteam nach Sachalin, um auf der Insel vor der russischen Küste die Grauwal-Population zu überwachen und zu identifizieren. Die erhobenen Daten dienen dazu, Wale vor dem Lärm des Schiffsverkehrs und der Öl- und Gasförderung zu schützen.
  • Der IFAW kooperiert mit Marine Conservation Research, einer britischen Forschungsorganisation. Gemeinsam nutzen wir das ursprünglich für den IFAW gebaute Segelschiff Song of the Whale, um nicht-invasive Forschungsarbeit durchzuführen. Das Schiff hat Pionierarbeit bei Populationsschätzungen, Überwachungstechniken und der Entwicklung von Technologien geleistet, die Walarten vor der Ausrottung schützen können. Die Besatzungsmitglieder der Song of the Whale haben umfangreiche Kenntnisse und Erfahrung im Meeresschutz und stehen zur Verfügung, um Forscher und Industrie bei deren Bemühungen im Umweltschutz zu unterstützen.
     

Klimawandel

IFAW Forscher haben dokumentiert, wie sich der Klimawandel bereits auf die Walpopulationen ausgewirkt hat. Wir sind sehr beunruhigt, da wir davon ausgehen, dass die Gefahren für die Wale zunehmen werden. IFAW Forscher haben an einer Studie mitgewirkt, die aufzeigt, wie sich der globale Klimawandel auf die Dynamik innerhalb der Atlantischen-Südkaper-Population auswirkt. Außerdem haben wir einen Bericht mit dem Titel „On Thin Ice“ erarbeitet, der beschreibt, wie sich die globale Erwärmung auf die arktischen Meeressäuger in den USA auswirkt.

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