Schutz für Wale am Bodensee

Donnerstag, Juni 2, 2005
Friedrichshafen
Ein Wal im Bodensee? Gibt’s nicht. Gibt es doch: Anfang Juni hat der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) einen 15 Meter langen Wal vor Friedrichshafen in den Bodensee gesetzt. Für die nächsten zwei Monate wird der Wal hier für Aufsehen sorgen. Natürlich ist der Wal nicht echt, sondern eine Nachbildung aus Metall und Plastik. Immerhin steigt aus seinem Blasloch eine Fontäne hoch auf - die Sommer-Fontäne von Friedrichshafen.
An den Flanken des Tieres mahnt in riesigen Lettern die Aufschrift: „Rettet die Wale“. Dies ist notwendiger denn je: Norwegen und Japan weiten ihre Walfänge aus. Japan will jetzt sogar die seit 1966 geschützten und seltenen Buckelwale töten. Zusätzlich nimmt das japanische Walfangprogramm auch noch den Finnwal ins Visier, das zweitgrößte lebende Tier der Welt. Es ignoriert das weltweit bestehende Walfangverbot und tötet die Wale unter dem Vorwand wissenschaftlicher Forschung.

„Natürlich wird das bei der anstehenden Walfangkonferenz Ende Juni in Südkorea diskutiert. Glücklicherweise setzen sich Deutschland und Österreich stark für den Walschutz ein. Leider haben die Schweiz und Dänemark keine so deutliche Position und können sich einen begrenzten Walfang vorstellen,“ erklärt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Leiter des deutschen IFAW-Büros. „Mit dem Wal im Bodensee wollen wir ein Zeichen setzen für einen besseren Schutz der sanften Riesen.“

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