Tollwut-Impfaktion rettet 400.000 Straßenhunde auf Bali

Mittwoch, September 22, 2010
Denpasar, Bali
Die Regierung von Bali hat heute einer flächendeckenden Tollwutimpfung für Hunde zugestimmt. Mit 50.000 Euro unterstützt der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) diese Maßnahme, die von WSPA (Welttierschutzgesellschaft), BAWA (Bali Animal Welfare Association) und InAW (IFAW Indonesien) durchgeführt wird. Ohne diese Impfung wären Tausende von Hunden auf Staatskosten vergiftet worden.

„Dieses Programm ist revolutionär für Bali,“ so Alexa Kessler, Kampagnenleiterin Haustiere des IFAW-Deutschland. „Es wird nicht nur unzählige Tiere, sondern auch Tausende von Menschen retten. Damit ist der erste Schritt getan, um die Krankheit bis zum Jahr 2012 auf der Insel auszurotten.“


Zwölf Teams sollen innerhalb der nächsten sechs Monate mindestens 70 Prozent der Hunde impfen. Im Jahr 2008 brach Tollwut auf Bali aus. Durch die große Anzahl von Streunern breitete sich die Krankheit schnell aus und wurde durch Bisse auf Menschen übertragen. Die Infektion endet fast immer tödlich, wenn sie nicht schnell behandelt wird. Die notwendige Medizin ist schwer zu bekommen und unerschwinglich für die meisten Balinesen. So starben in den letzten Monaten Hunderte der Inselbewohner an Tollwut. Die Angst wuchs in der Bevölkerung und führte zu wahllosem Töten von Hunden.


„Das massenweise Töten von Tieren löst das Problem Tollwut nicht,“ erklärt Kessler. „Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist die einzige wirkungsvolle Strategie gegen die Krankheit ein umfassendes Impfprogramm in Verbindung mit öffentlicher Aufklärung.“

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