CITES-Konferenz: Krise für den Artenschutz

Donnerstag, März 25, 2010
Doha, Katar
Die heute zu Ende gehende UN-Artenschutzkonferenz CITES hat nur wenig neue Tierarten unter Schutz gestellt. Sie konnte kein klares Signal gegen den weltweiten Artenschwund setzen.

Eisbär, Blauflossen-Thunfisch, Dorn- Herings-, und Hammerhai sowie weitere Haiarten werden nicht auf den Anhang II der Konvention aufgenommen und daher nicht vor dem kommerziellen Handel geschützt.


Elefanten und Tiger haben zumindest ihren bisherigen Schutzstatus nicht verloren. So wurden Anträge auf den einmaligen Verkauf von Elfenbein diesmal abgelehnt. Der zunehmende Handel mit Wildtieren im Internet soll besser kontrolliert werden.


„Die Vertragsstaaten haben es versäumt, im UN-Jahr der Biodiversität ein klares Signal gegen den Artenschwund zu setzen,“ sagt Dr Ralf Sonntag, Leiter des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) in Deutschland. „Der Artenschutz hat deutlich gegen Fischereiinteressen verloren. Dabei ist es höchste Zeit vielen Tierarten Schutz zu gewähren. Anstatt unsere Erde zu schützen, haben sich Politiker beim Hinterzimmergeschacher von kurzfristiger Profitgier beeinflussen lassen. Wieder einmal haben sie dabei versagt, langfristig zu denken und zu handeln.“


Erst Dienstag hatten die Konferenzteilnehmer beschlossen, den Handel mit dem Heringshai zumindest zu kontrollieren. Auf einer abschließenden Abstimmung in der heutigen Vollversammlung wurde der Schutz für die Heringshaie zurück genommen. Somit wurde keine der stak bedrohten Haiarten vor weiterem kommerziellen Handel geschützt.

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