CITES: Kein Handel mit Stoßzähnen aus Tansania
„Wilderei und Elfenbein-Beschlagnahmungen nehmen zu – nicht ab,“ so Peter Pueschel vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Diese Entscheidung berücksichtigt wissenschaftliche Erkenntnisse, die beweisen, dass Elefanten nach wie vor bedroht sind. Dies ist ein großer Sieg für die Elefanten!“
Tansania und Sambia haben den Antrag gestellt, einmalig 112 Tonnen Elfenbein verkaufen zu dürfen. Beide Länder wollten dem Handel mit Elfenbein die Tür öffnen, indem sie ihre Elefantenpopulationen auf Anhang II runterstufen und ihnen somit den höchsten Schutzstatus entziehen.
„Die Argumentation, die hier zugrunde gelegt wurde, muss auch für den Antrag Sambias gelten,“ so Pueschel. „Die Runterstufung auf Anhang II und der Abverkauf von Elfenbein müssen abgelehnt werden.“
Bei der letzten CITES-Konferenz 2007 wurde ein neunjähriges Moratorium für den Handel mit Elfenbein beschlossen. Die Afrikanische Elefanten-Koalition (AEC), die aus 23 afrikanischen Staaten besteht, spricht sich gegen Runterstufungen und Abverkäufe von Lagerbeständen aus. Sie fordert, das Moratorium einzuhalten, damit alle Staaten mit Elefantenpopulationen die Chance haben, ihre Elefantenbestände zu erhalten.
Achtung Redaktionen: Interviews mit Vertretern der AEC oder den Elefanten-Experten/Wissenschaftlern Iain Douglas Hamilton (Save the Elephants), Sam Wasser oder Joyce Poole (Elephant Voices, Amboseli Trust for Elephants) können arrangiert werden.
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