China will massenhaft Hunde töten

Mittwoch, September 9, 2009
Peking, China
Ab Donnerstag sollen systematisch Hunde in der Region Qinhuangdao der Provinz Hebei nahe Peking getötet werden. Das berichten Medien in China. Streuner, ungeimpfte und nicht registrierte Hunde sollen erschlagen werden.

Zusätzlich sind Hundebesitzer von als „gefährlich“ geltenden Rassen oder Tieren, die über 30,5 Zentimeter Schulterhöhe haben, aufgefordert, ihre Tiere bis zum 10. September selber zu töten. Andernfalls werde dies durch die von der Polizei eingesetzten Schwadronen zum Erschlagen von Hunden geschehen und die Besitzer mit einem Bußgeld belegt. Die Behörden begründen das Vorgehen mit Fällen von Hundebissen in jüngster Zeit.


„Dieses Vorgehen ist inakzeptabel und willkürlich,“ so Grace Ge Gabriel, Leiterin des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) Regionalbüros in China. „Die Begründung der Behörden ist vorgeschoben. Der jetzige Zeitpunkt der Tötungsaktion legt nahe, dass die Stadt für den Nationalfeiertag am 1. Oktober hundefrei erscheinen will. Das ist unsinnig und grausam.“


„Qinhuangdao muss die Massentötung der Hunde sofort unterbinden,“ so Gabriel weiter. „Die Ursache von Überpopulation muss durch Sterilisationsmaßnahmen grundsätzlich angegangen werden.“


Im Mai und Juni hatte eine solche Massentötungsaktion in Hanzhong in der Provinz Shaanxi im Nordwesten Chinas über 40.000 Hunden das Leben gekostet.


Das brutale Töten der Hunde macht zudem deutlich, dass ein Tierschutzgesetz in China dringend benötigt wird. Bisher gibt es dort keinerlei Tierschutzgesetze. Tierquälerei oder solche Massentötungen können also nicht juristisch verfolgt werden. Der IFAW arbeitet mit der Regierung in Peking an einem Entwurf für ein Tierschutzgesetz.

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