83 Elefanten sicher umgezogen

Montag, Juli 6, 2009
Kapstadt, Südafrika
Der Umzug von 83 Elefanten innerhalb Malawis in ein Schutzgebiet ist jetzt abgeschlossen. Die letzten Tiere wurden am Wochenende aus dem Bezirk Mangochi südlich des Malawisees in das etwa 250 Kilometer weiter südlich gelegene Majete-Schutzgebiet gebracht.

„Menschen und Elefanten profitieren vom Umzug,“ erklärt Jason Bell-Leask vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „In den letzten Jahren kamen mehrere Menschen durch Elefanten ums Leben. Umgekehrt wurden auch Elefanten getötet oder verletzt. Die Elefanten in ein anderes Gebiet zu bringen war die einzig sinnvolle Lösung für diese schreckliche Situation.“


Die Operation begann am 8. Juni. Die Tiere wurden in Kleingruppen gefangen und in ihre neue Heimat gebracht. Insgesamt wurden 14 Gruppen transportiert. Nur in zwei von ihnen waren die Elefanten ohne Verletzungen. In allen anderen Gruppen stellten die Tierärzte Wunden von Schlingen oder Gewehrkugeln fest. Sieben Elefanten hatten einen durch Drahtschlingen teilweise amputierten Rüssel.


Der IFAW war von der Regierung Malawis gebeten worden, den Umzug zu organisieren. Er war durch einen eskalierenden Konflikt zwischen Menschen und Elefanten notwendig geworden.


Die zunehmende Ausdehnung der bewirtschafteten Felder in den Lebensraum der Elefanten und der damit einhergehende Verlust des natürlichen Nahrungsangebotes für die Elefanten führte dazu, dass sie immer öfter Felder zerstörten oder in die Vorratsspeicher der Bauern einbrachen.


Im Laufe der Auseinandersetzung starben mindestens zehn Menschen und einige Elefanten. Malawis Regierung war nun gezwungen zu handeln. Ursprüngliche Pläne, alle Elefanten abzuschießen, wurden fallen gelassen, nachdem der IFAW seine Unterstützung bei der Umsiedelungsaktion zusicherte.

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