IFAW warnt Olympiade-Besucher vor Wildtier-Souvenirs

Dienstag, Juli 22, 2008
Hamburg
Tausende Sportfans bereiten sich derzeit auf ihre Abreise zu den Olympischen Spiele in Peking vor. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) appelliert an die Besucher, in China keine Souvenirs zu kaufen, für die Wildtiere sterben müssen.
Mitarbeiter des IFAW entdeckten in Peking viele Reiseandenken, die von seltenen Wildtieren stammen. Auf Touristen- und Flohmärkten werden Elfenbeinschnitzereien, mit Reptilienhäuten bespannte Musikinstrumente und Traditionelle Chinesische Medizin aus Teilen geschützter Tiere gehandelt. Viele Reisende wissen nicht, dass der Handel mit diesen Souvenirs geschützte Tierarten an den Rand der Ausrottung bringt.

Auf Märkten in ganz China findet man Figuren und Schmuck aus Elefanten- oder Flusspferd-Elfenbein, Mützen aus Wildkatzenfell, Handtaschen, Gürtel und Schuhe aus Eidechsen- oder Schlangenhaut und Schildpatt-Accessoires. Viele dieser Artikel werden aus bedrohten Tierarten hergestellt, die durch internationale Abkommen geschützt sind. Dennoch können ausländische Touristen sie problemlos erwerben. Einige dieser Souvenirs dürfen in China legal verkauft werden, trotzdem ist es illegal, sie nach Deutschland einzuführen. Hat ein Reisender Artikel aus geschützten Tierarten im Gepäck, drohen Haftstrafen bis zu fünf Jahren und Geldbußen bis 50.000 Euro.

Neben dem Souvenirmarkt gibt es noch weitere Artikel, deren Handel fatale Folgen für die Tierwelt hat. Das gilt z. B. für Rhinozeroshörner, Bärengalle und Tigerknochen, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet werden. In Restaurants sollte man exotisches Fleisch meiden, wie das von Schuppentieren, Schildkröten und Haien. Auch von dem Besuch sogenannter „Wildparks“ rät der IFAW ab. Sie bieten grausame und oft gefährliche Shows mit Bären, Tigern und anderen Tieren an, inklusive qualvoller Lebendfütterungen.

„Wir ermutigen alle Sportfans, keine Wildtier-Souvenirs zu kaufen und sich für alternative Reiseandenken zu entscheiden,“ so Dr. Kim Detloff, Kampagnenleiter des IFAW. „Es gibt z. B. sehr schönen Jadeschmuck, Kunsthandwerk, traditionelle Gemälde, Kalligraphien und Stickereien. Diese Souvenirs spiegeln Chinas kulturelle Vielfalt wider und der Handel mit ihnen kommt der einheimischen Bevölkerung zugute – nicht der Wildtier-Mafia.“

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