Zurück in die Freiheit

Dienstag, Februar 26, 2008
Manas Nationalpark/Indien
Zwei dreijährige Elefantenkälber und ein 15 Monate altes Panzernashorn entließen gestern der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und seine Partnerorganisation der Wildlife Trust of India (WTI) im Manas Nationalpark, in Indien, in die Freiheit.
In den letzten Jahrzehnten ist der Wildbestand im Nationalpark dramatisch gesunken. Der IFAW und der WTI arbeiten seit einigen Jahren an der Wiederherstellung des Ökosystems. Die gestrige Auswilderung ist ein Teil dieses Projekts.

Es ist erst das zweite Mal, dass in Indien Elefanten erfolgreich rehabilitiert und ausgewildert werden. Die Tiere wurden von Experten im Kaziranga Rehabilitationszentrum des IFAW und WTI aufgezogen. Zuletzt konnten die beiden Organisationen im Februar 2007 sechs kleine Elefanten im Manas Nationalpark in die Freiheit entlassen. Bisher wurden nur in Sri Lanka und Kenia Elefanten erfolgreich ausgewildert.

„Die Auswilderung ist ein wichtiger Baustein für den Wiederaufbau des Manas Parks,“ so A.J. Cady vom IFAW. „So werden durch die heutige Auswilderung nun vier Panzernashörner im Park leben. Dise Art ist vom Aussterben bedroht, es gibt nur noch 1.700 weltweit. Umso wichtiger und wertvoller sind unsere Anstrengungen, diesen Park zu schützen.“

Gleichzeitig verkündete die zuständige Provinzregierung im nordöstlichen indischen Bundesstaat Assam eine Verdreifachung der Fläche des Nationalparks. Der bisher 300 Quadratkilometer große Park umfasst nun 950 Quadratkilometer in dem von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannten Gebiet.

35.000 bis 45.000 der geschützten asiatischen Elefanten leben noch im asiatischen Raum, 500 davon im Manas Park. Der Park beherbergt aber noch weitere seltene Tierarten. So gibt es dort die größte Population der bedrohten Goldlanguren (Halbaffen), Axishirsche, Tiger, Leoparden und unterschiedliche Hornvogelarten.

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Andreas Dinkelmeyer (IFAW, Germany)
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