Indien: Seltene Panzernashörner gerettet und ausgewildert

Mittwoch, Januar 31, 2007
Assam/Indien
Zwei junge Panzernashörner hat der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) gemeinsam mit dem Wildlifetrust of India (WTI) und der Forstbehörde Assam in Nordindien ausgewildert. Ihre neue Heimat ist der Manas Nationalpark, den die Unesco als „Weltnaturerbe“ führt.
Die dreijährigen Weibchen hatten Wildhüter 2004 bei einer Überschwemmung des Brahmaputra Flusses gerettet. Experten zogen die erst wenige Monate alten verwaisten Jungtiere in einem Rehabilitationszentrum im Kaziranga Nationalpark auf. Das Zentrum hatte der IFAW im Jahr 2001 gemeinsam mit dem WTI aufgebaut. Die erste und bisher einzige Einrichtung ihrer Art erfüllt in Indien eine wichtige Aufgabe, früher wurden solche Fälle wie die der aufgefundenen Nashörner einfach an Zoos abgegeben.

„Manasi und Roje, die zwei kleinen Nashörner, sollen sich jetzt zunächst an die neue Umgebung gewöhnen", erklärt Dr. Ian Robinson, Leiter des IFAW Notrettungsteam. „Sie werden auch das dritte Nashorn kennen lernen, bevor sie ganz in die Freiheit entlassen werden. Anhand von Sendern werden wir verfolgen, wie sie in der Freiheit zurechtkommen.“

Bis vor zehn Jahren lebten im Manas Park noch 100 bis 200 Panzernashörner. Wilderer löschten den gesamten Bestand aus. Erst 2006 siedelte der IFAW dort das erste Nashorn wieder an. Nur noch etwa 2000 Asiatisch Panzernashörner (Rhinoceros unicornis) leben weltweit in Freiheit.

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