Waldbrände bedrohen Tiere und Lebensräume

Dienstag, November 7, 2006
Mantangai/Indonesien
Waldbrände wüten seit Mitte September in Indonesien. Ein Nothilfe-Team des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und einer örtlichen Schutzorganisation (Borneo Orangutan Survival Foundation – BOSF) retteten bisher über 40 Orang-Utans. Die Helfer behandeln die Tiere gegen Verbrennungen und Rauchvergiftung.
Um Ackerland zu gewinnen legen Bauern und Plantagenbesitzer absichtlich jedes Jahr Waldbrände vor der Regensaison im November. Die Feuer zerstören die Lebensräume der Orang-Utans. Zudem gefährdet entstehender Rauch die Tiere. Die Menschenaffen fliehen vor den Flammen aus den Wäldern in angrenzende Palmölplantagen. Dort werden sie oft von den Plantagenarbeitern geschlagen und vertreiben. Ziel des Rettungsteams vom IFAW und BOSF ist, so viele Tiere wie möglich tiermedizinisch zu behandeln und in sichere Gebiete umzusiedeln.

In Indonesien leben noch 60.000 Orang-Utans in Freiheit. Experten des IFAW schätzen, dass diese schon in zehn Jahren ausgestorben sein könnten. Der Grund: Lebensraumvernichtung.

Etwa 146 heimische Säugetierarten sind laut Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN in Indonesien vom Aussterben bedroht. Somit leben dort weltweit die meisten gefährdeten Säugetierarten.

Post a comment

Pressekontakt

Andreas Dinkelmeyer (IFAW, Germany)
Telefon:
+040-866 500 15
Mobiltelefon:
+0173 – 622 75 39
E-Mail: