Bereits sieben Finnwale tot

Freitag, November 3, 2006
Reykjavik
Mit einer gemeinsamen Demarche erhöhten die Botschafter von 25 Ländern, darunter Deutschland, den Druck auf die isländische Regierung. Die Länder seien „tief enttäuscht, dass die isländische Regierung sich dafür entschieden hat, den kommerziellen Walfang trotz des international vereinbarten Walfangverbots wieder aufzunehmen.“
Große Besorgnis drückt die Demarche darüber aus, dass Island auch neun Finnwale töten wolle, „die auf der Roten Liste der bedrohten Arten als ‚gefährdet’ geführt werden.“
 
Soeben wurde dem Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) bekannt, dass bereits sieben von den neun Finnwalen harpuniert worden sind.
 
Die Botschafter nennen Islands Beschluss „unnötig“ und fordern die Regierung auf, ihn rückgängig zu machen und den Walfang sofort einzustellen. Die Unterzeichner-Länder sind: Argentinien, Australien, Bel-gien, Brasilien, Chile, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Israel, Italien, Luxemburg, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Nieder-lande, Österreich, Peru, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechien und die  USA. Ebenfalls unterschrieben hat die EU-Kommission.  
 
„Dies ist ein eindrucksvoller Protest, und der IFAW hat zudem seine 2,5 Millionen Förderer mobilisiert,“ erklärt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Leiter von IFAW Deutschland. „Neben den Walen gibt es leider weitere Opfer zu beklagen – die auf Island erst in den letzten Jahren neu entstandene, lukrative Tourismus-Branche des Whalewatching und Islands eigentlich guter Ruf. Die kleine Inselrepublik hat begonnen, sich in der Staatengemeinschaft zu isolieren.“ 

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