Italien untersagt Einfuhr von Robben-Produkten

Montag, Februar 13, 2006
Rom
Den Import von Robben-Fellen und anderen Produkten aus Robben hat Italien für die kommenden Monate vorläufig untersagt. Diesen Beschluss gab der italienische stellvertretende Handels- und Industrieminister auf einer Pressekonferenz in Rom bekannt.
Ein entsprechender Gesetzentwurf, der auch ein Einfuhrverbot für Hunde- und Katzenfelle einschließt, liegt vor und soll demnächst verabschiedet werden.
 
Wichtige Vorarbeiten dazu hat die italienische Tierschutz-Organisation LAV geleistet. Sie ist Partner des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds).
 
In vielen Ländern wie den USA und Mexiko besteht bereits ein Importverbot. In Belgien und Holland ist mit einer Einführung demnächst  zu rechnen. Für Deutschland hat der IFAW an die Bundesregierung appelliert, diesen Beispielen zu folgen.
 
Hauptziel der Verbote ist die kommerzielle kanadische Robbenjagd, die jedes Jahr 350.000 Sattelrobben für Handelszwecke tötet. Bei der Jagd, die jedes Jahr im März und April stattfindet, kommt es immer wieder zu grausamen Exzessen.
 
Italien war in Europa bislang ein wichtiger Abnehmer von kanadischen Robben-Produkten.

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Uli Schnapauff (IFAW, Germany)
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