Botschafter portestieren gegen isländischen Walfang

Mittwoch, Mai 25, 2005
Reykjavik/Island
Eine Protestnote sandten die Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in der Hauptstadt Reykjavik an die isländische Regierung mit der Aufforderung, den Walfang einzustellen.
Island plant nach Medienberichten für dieses Jahr den Abschuss von 39 Zwergwalen. Dies wäre die höchste Quote, seit Island vor zwei Jahren den Walfang wieder aufnahm. Die internationale Staatengemeinschaft und der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) sind auch über Pläne besorgt 100 Zwergwale im Jahr 2006 für die Wissenschaft zu töten.
„Das macht alles keinen Sinn: Die Wissenschaft ist nur ein Vorwand, das Walfleisch verkauft sich weder in Island noch sonst wo in der Welt, der Handel damit ist international verboten,“ kritisiert Andreas Dinkelmeyer vom IFAW-Büro in Hamburg. „Wer glaubt, durch die Analyse der Inhalte von 200 Zwergwal-Mägen die Fischbestände besser managen zu können, verkennt die Komplexität der marinen Ökosysteme,“ kommentiert Dinkelmeyer weiter.
 
Seit August 2003 töteten isländische Walfänger 62 Wale. Obwohl das Walfleisch gleich in Supermärkten angeboten wurde, wartet der größte Teil noch immer in Gefriertruhen. Die Konsumenten zeigen wenig Kauflust.
 
Seit über 10 Jahren unterstützt der IFAW den Aufbau des Whalewatchings in Island. 82.000 Touristen beobachteten allein letztes Jahr die Wale vor der isländischen Küste und verschafften der isländischen Wirtschaft Einnahmen in Höhe von etwa 14 Millionen Euro.

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