Weltkatzentag – Liebe allein reicht nicht

Mittwoch, August 7, 2013

Katzen leiden oft an unerkannten Krankheiten. Diese werden oft durch zu spät behandelten Zahnstein hervorgerufen. Unerkannter Zahnstein kann für Katzen lebensgefährlich werden. Das ist die Erfahrung aus den IFAW-Tierarztpraxen, die gemeinsam mit der Tiertafel Tieren von Menschen in finanzieller Notlage helfen. Darauf macht der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) anlässlich des Weltkatzentages am 8. August aufmerksam.

„Unsere Praxis bestätigt uns, dass solche scheinbaren Kleinigkeiten wie Zahnstein oder schlechte Zähne bei Tieren im Allgemeinen oft gar nicht mit  lebensbedrohenden Erkrankungen in Zusammenhang gebracht werden“, so Alexa Kessler, Leiterin der Haustier-Kampagne des IFAW. „Aber Zahnstein ist nur ein Beispiel. Immer wieder erleben wir, dass Liebe alleine nicht reicht, um eine Katze gesund zu erhalten. Auch das nötige Basiswissen über gesundes Futter und regelmäßige Untersuchungen der Zähne, die man auch selber durchführen kann, muss vorhanden sein. Auch hier leisten wir Aufklärungsarbeit, wo es nötig ist.“

Der Zahnstein ist ein ständiger Bakterienherd. Bleibt er über einen längeren Zeitraum unentdeckt oder unbehandelt, greifen die Bakterien auch andere Organe an. Schlechter Atem kann ein erstes Anzeichen sein. Mit der Zeit wächst dieser Belag vor allem auf den hinteren Backenzähnen und schiebt das Zahnfleisch hoch, welches sich daraufhin entzündet. Das Kauen wird zunehmend schmerzhafter für die Tiere. Über die Blutbahn verteilen sich die Bakterien im Organismus der Katze und greifen z. B. die Nieren oder den Herzbeutel an.

Vorbeugend können Tierhalter Trockenfutter geben, da es besser geeignet ist, Zahnstein zu vermeiden. Zudem sollten Tierbesitzer darauf achten, dass kein oder kaum Zucker im Fertigfutter ist. Wie bei uns Menschen schädigt er die Zähne. Kann man bei Hunden meist noch die Zähne putzen, ist dies bei Katzen so gut wie unmöglich. Hat die Katze weit fortgeschrittenen Zahnstein, muss ein Tierarzt ihn mit einem Ultraschallgerät und unter Vollnarkose entfernen,

Der IFAW betreibt weltweit Tierarztprojekte, die tiermedizinische Hilfe für Tiere bedürftiger Menschen anbieten. Weltweit helfen wir Katzen, Hunden und anderen Tieren in den Townships von Kapstadt und Johannesburg, abgelegenen Gemeinden in Bali und Mexiko aber auch in Hamburg und Berlin.

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