VOX spricht mit IFAW Direktor Dr. Ralf Sonntag über Sinn und Unsinn der Robbenjagd in Kanada

Am 14. April begann in Kanada wieder das alljährliche Schlachten auf dem Eis. 400.000 junge Sattelrobben dürfen zu kommerziellen Zwecken getötet werden – offiziell abgesegnet von der kanadischen Regierung. Im letzten Jahr wurden „nur“ circa 89.000 Tiere getötet statt der erlaubten 400.000, da es kaum noch eine Nachfrage nach Robbenprodukten gibt. Viele Länder sowie die EU haben in den letzten Jahren Handelsverbote für Robbenprodukte erlassen. Seitdem versucht Kanada, die Felle nach Asien und in die Türkei zu exportieren. Mit geringem Erfolg.

Fast verzweifelt hält die kanadische Regierung an diesem blutigen Ritual fest – und ignoriert die Realität: Dass es keine Märkte mehr gibt für Robbenprodukte und dass die Robbenjäger dringend wirtschaftliche Alternativen brauchen. Statt Subventionen in ein sinnloses Gewerbe zu pumpen, sollten die Politiker sich überlegen, welche Einkommensquellen für die Region nachhaltig und sinnvoll sind und diese unterstützen.

Der Fernsehsender VOX drehte einen Bericht über den Beginn der Jagd und sprach mit Dr. Ralf Sonntag vom IFAW Deutschland über Sinn und Unsinn dieser veralteten Tradition.

Dörte von der Reith

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zu Schutz der Robben.

Kommentar schreiben:

Experten

Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Sheryl Fink, Direktorin Wildtier-Kampagnen, IFAW Kanada
Direktorin Wildtier-Kampagnen, IFAW Kanada
Sonja Van Tichelen, Regionaldirektorin Europäische Union
Regionaldirektorin Europäische Union