Vorbereitung der CITES-Vertragsstaatenkonferenz: Anträge zum besseren Schutz der Elefanten

Die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, CoP) des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) steht vor der Tür. Momentan wird dem Wortlaut der Anträge noch der letzte Schliff verpasst, um für die harten Verhandlungen bestmöglich gewappnet zu sein.

Manche Medien verbreiten schon im Vorfeld, dass der Kampf für die Elefanten bereits verloren sei, bevor die Konferenz überhaupt begonnen hat. Doch das ist schlicht und einfach falsch.

Was Elefanten betrifft, vertritt der IFAW eine klare Position: Wir unterstützen jede sinnvolle Maßnahme, die Elefantenleben rettet.

Das bedeutet, dass wir uns gegen die Anträge 14 und 15 von Namibia beziehungsweise Namibia und Simbabwe aussprechen, die eine Änderung der Anhang II-Listung für Elefanten fordern. Eine Durchsetzung dieser Anträge würde bedeuten, dass einmalige Elfenbeinverkäufe in Namibia und Simbabwe künftig erlaubt wären. Dies würde dem Elfenbeinhandel Tür und Tor öffnen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass einmalige Elfenbeinverkäufe verheerende Auswirkungen hatten. Mehr dazu: Neue Studie zeigt: Legale Elfenbeinverkäufe verschärfen die Wildereikrise Inzwischen hat die Wilderei ein Ausmaß angenommen, das es nicht mehr gab, seit 1989 erstmals ein CITES-Handelsverbot für Elfenbein eingeführt wurde.

Wir unterstützen hingegen den von vielen afrikanischen Ländern (Benin, Burkina Faso, der Zentralafrikanischen Republik, Tschad, Äthiopien, Kenia, Liberia, Mali, dem Niger, Nigeria, Senegal, Sri Lanka und Uganda) eingereichten Antrag 16, der die Heraufstufung aller Afrikanischen Elefanten von Anhang II auf Anhang I fordert. Dies würde eine Heraufstufung der Elefantenpopulationen in Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe von Anhang II auf Anhang I zur Folge haben.

Alle 15 Minuten wird ein Elefant wegen seines Elfenbeins getötet. Angesichts dieser Wildereikrise muss jede Maßnahme umgesetzt werden, die dem Schutz der Elefanten dient. Durch die Heraufstufung würden alle Afrikanischen Elefanten als Teil einer großen Gesamtpopulation wahrgenommen. Gleichzeitig würde dieser Schritt auch allen anderen Elefanten mehr Schutz bieten, da er ein starkes Signal an die Elfenbein-Abnehmerländer sowie an die Strafverfolgungsbehörden senden würde.

Der IFAW unterstützt zudem jedes Bestreben zur Schließung nationaler Elfenbeinmärkte und befürwortet die Zerstörung von Elfenbeinlagerbeständen.

Zusätzlich bietet die kommende Konferenz allen CITES-Vertragsstaaten Gelegenheit, den African Elephant Action Plan und den damit verbundenen African Elephant Fund stärker zu unterstützen. Die darin enthaltenen Maßnahmen geben den Vertragsstaaten die Chance, dem Elefantenschutz wirklich Bedeutung einzuräumen und so zum Erhalt der Afrikanischen Elefanten beizutragen.

Jason Bell

Post a comment

Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität