Sechs russische Bärenjunge ziehen ins Freigehege um

Nachdem die Bärenjungen nicht mehr mit der Flasche gefüttert werden mussten und es in Russland wieder wärmer wurde, waren sie im Mai für den Umzug in ein neues Leben im Freigehege bereit.

Vor dem Umzug wurden die Bärenjungen aber erst einmal gebadet. Das war nach dem langwierigen Lernprozess, wie man als Bär Haferbrei aus dem Napf frisst, auch dringend notwendig.

Die Bären waren jetzt auch groß genug, um in der ungeheizten Hütte zu schlafen, wo sie sich, zu einem Fellknäuel zusammengekuschelt, gegenseitig wärmten.

Mike, der einen Monat älter ist als seine Kameraden, wog bereits 11,5 Kilo, während die anderen Jungtiere zwischen 6,3 und 7,4 Kilo auf die Waage brachten. Verglichen mit ihrem Geburtsgewicht von einem halben Kilo drei Monate zuvor, war dies ein gewaltiger Gewichtszuwachs. 

Während des Fellwechsels, bei dem Bärenjunge ihr weiches Babyfell gegen robusteres Fell eintauschen, ändert sich möglicherweise auch ihr Aussehen. Um sie später identifizieren zu können, werden sie deshalb mit Mikrochips gekennzeichnet.

Nach dem Umzug verbrachten die Bärenjungen zunächst zwei Tage in der Hütte, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und zu lernen, wo sie sich bei Regen unterstellen können. Dann am Morgen des dritten Tages wurden nach der Fütterung die Tore zur Freiheit geöffnet.

Natürlich trauten sich die Bärenjungen nicht sofort, die Hütte zu verlassen. Der mutige Mike wagte sich als erster nach draußen. Masha tat es ihm gleich, woraufhin sie in einigen Metern Entfernung von der Tür herumstromerten.

Dann kletterte Masha auf einen Baum, traute sich jedoch nicht wieder herunter. 

Die Fütterung der Bärenjungen im Freien war keine leichte Aufgabe. Obwohl der Haferbrei für alle Bärenjungen aus dem gleichen Behälter kommt, schmeckt der aus dem Napf des Nachbarn immer besser. Um Steitigkeiten und Kämpfe um das Futter zu vermeiden, wurden spezielle Futterstände eingerichtet. Obwohl dies die Fütterung erleichterte, war der Haferbrei im mittleren Napf noch immer am verlockendsten!

Kurz darauf gesellte sich zu den fünf Bärenjungen im Gehege auch noch das Bärenjunge Tilda, nachdem sie die notwendige Quarantäne absolviert hatte. 

Tilda gewöhnte sich sehr schnell in der Gruppe ein, verließ die Hütte aber zunächst nicht und wurde dort separat gefüttert.

Erfahren Sie mehr über unser russisches Rehabilitationszentrum für Bären.

Mila Danilova

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Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
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