Schutz für die Hunde während des eisigen Winters in Nordkanada

Ein Ziel des Northern Dogs-Projekts ist, den Menschen in den abgelegenen Gemeinden Nordkanadas zu zeigen, wie sie richtig mit ihren Hunden umgehen.Knapp 1.200 Kilometer nördlich von Toronto in den entlegenen Waldgebieten Quebecs, in denen das Volk der Cree-Indianer lebt, kümmert sich der IFAW in neun Gemeinden um die Hunde. Das Leben dort ist für die Hunde sehr hart und die Winter sind eisig. Einige Hunde sind dank der Hütten, die wir für sie im letzten Winter gebaut haben, bereits vor der bitteren Kälte geschützt. Doch wir müssen uns jetzt um all jene Hunde kümmern, die noch keinen Zufluchtsort vor den eisigen Temperaturen haben.

Viele Menschen in den Gemeinden sagen, dass es zu viele Hunde gebe. Eines der Ziele unseres Northern-Dogs-Projekts ist deshalb, den weiteren Anstieg der Hundepopulationen zu verhindern. Manches, woran sich die Menschen stören, sind jedoch auch Dinge, die Hunde nun mal tun. Wenn Sie schon einmal umherstreunende Hunde gesehen haben, wissen Sie, was ich meine. Wenn Hunde nicht zuhause oder mit ihren Besitzern unterwegs sind, bewegen sie sich eben frei: Sie suchen neue Freunde, schwimmen, folgen den Kindern zur Schule, laufen dem Auto ihres Besitzers hinterher oder liegen auf der Terrasse.

Als Belästigung werden sie dann empfunden, wenn sie im Müll wühlen, bellen, unter fremden Verandas Junge gebären oder Autos hinterherjagen. Doch was Menschen oft als lästig empfinden, ist für die Hunde sogar gefährlich - besonders wenn Autos im Spiel sind. Viele Hunde wissen, dass Autos gefährlich sind und halten sich von ihnen fern. Welpen haben hingegen keine Erfahrung im Straßenverkehr und werden deshalb oft bei Autounfällen getötet.

Sasquatch ist einer dieser Welpen. Sie erlitt einen schweren Autounfall. Doch Sasquatch hatte Glück im Unglück. Als man mich anrief und mir berichtete, dass ein Welpe von einem Auto angefahren worden war, lag der Unfall schon eine Woche zurück. Die Besitzer hatten sich danach an einen Lehrer gewandt und ihm gesagt, dass sie die flauschige rothaarige Hündin nicht mehr wollten. Daraufhin rief mich der Lehrer an und fragte, ob ich die Kleine nehmen könne.

Mit Hilfe der Organisation Pilots and Paws konnte Sasquatch innerhalb weniger Tage in den Süden Kanadas gebracht werden. Als sie dort ankam, schlüpfte sie aus dem Transportkorb wie jeder andere quirlige Welpe - der einzige Unterschied war die Schiene an ihrem rechten Vorderbein.

Ich brachte Sasquatch sofort zum Tierarzt, um sie röntgen zu lassen. Es stellte sich heraus, dass nicht nur ihr Bein, sondern auch ihr Kiefer gebrochen war. Da Welpen noch sehr weiche Knochen haben, hatte der Bruch in ihrem Bein schon begonnen zu heilen. Der Arzt schaute sich das Röntgenbild an und befand, dass die Schiene ausreiche und keine Operation nötig sei. Danach wurde Sasquatchs Kiefer untersucht. Auch hier war eine Operation nicht notwendig. Der Kieferbruch könne besser von selbst verheilen, auch wenn später eventuell noch eine Korrektur nötig sein könnte.

Ein Ziel des Northern Dogs-Projekts ist, den Menschen in den abgelegenen Gemeinden Nordkanadas zu zeigen, wie sie richtig mit ihren Hunden umgehen. Es kommt jedoch auch vor, dass Hunde und Welpen generell unerwünscht sind oder wie im Fall von Sasquatch tierärztliche Versorgung brauchen. Doch häufig brauchen die Menschen vor Ort stattdessen Unterstützung im Umgang mit ihren Hunden. In diesen Fällen helfen wir mit Aufklärung, Futter, tierärztlicher Versorgung und stellen Hundehütten für den kalten Winter bereit.

Der kanadische Winter ist eine harte Zeit für Hunde, die nicht genug Futter und keinen Schutz vor der Kälte haben. Um diesen Hunden zu helfen, arbeiten wir mit den Menschen in Gemeinden vor Ort zusammen - damit Hunde und insbesondere Welpen wie Sasquatch, die draußen überwintern müssen, versorgt und vor der Kälte geschützt sind.

Helfen Sie mit Ihrer Spende den Hunden im eisigen Norden Kanadas und Tieren in Not auf der ganzen Welt.

Janice Hannah

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
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Senior-Berater Strategische Partnerschaften