Russland: Expeditionsteam konnte bislang acht neugeborene Grauwalkälber sichten

Acht neugeborene Grauwalkälber konnten 2014 bisher vor der russischen Insel Sachalin gesichtet werden.

Dieses Update von unserer Grauwal-Expedition hat uns unsere russische IFAW Mitarbeiterin Anna Filippova geschickt:

Bereits acht neue Grauwalkälber haben wir in diesem Jahr gesehen.

Während die erste Augusthälfte in den vergangenen Jahren nie viele gute Tage zur Walbeobachtung geboten hatte, gab es für uns in diesem August eine Menge erfolgreiche Tage auf See.

Am 1. August fotografierten wir das sechste Walweibchen mit Nachwuchs in dieser Saison. Die Mutter kennen wir bereits aus den Jahren zuvor. Sie wurde auch schon in der Vergangenheit mit Kälbern vor Piltun gesichtet.

Am 3. August fuhren wir weiter gen Norden, wo wir drei weitere Walweibchen mit Kälbern sichteten (Zwei davon waren uns bereits im Juli einige Male begegnet.).

Doch das dritte Paar (insgesamt das siebte in dieser Saison), war eine großartige Überraschung für uns, denn die Mutter kannten wir. Sie war im Jahr 2004 geboren worden. Wir konnten sie schon mehrfach beobachten – allerdings noch nie zuvor mit einem Kalb. Ihrem Alter nach zu urteilen, ist es vermutlich ihr erstes Kalb.

Nach sieben Stunden auf See zog plötzlich dichter Nebel auf. Rund um unser Boot hörten wir die Wale atmen, doch konnten wir sie nicht sehen.

Der 6. August war besonders erfolgreich: Wir identifizierten 31 Grauwale, darunter sieben Weibchen mit Kälbern. Eines der Kälber war neu hinzugekommen. Es ist das achte neugeborene Grauwalkalb der Saison.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW zum Schutz der Wale.

Das Grauwal-Expeditionsteam

Das Expeditionsteam besteht aus russischen und nordamerikanischen Wissenschaftlern, die seit 1995 jeden Sommer zur Insel Sachalin im Ochotskischen Meer (nahe der Bucht von Piltun) fahren, um die dortige Population westlicher Grauwale zu überwachen und zu erforschen. Der IFAW unterstützt dieses Forschungsprojekt seit dem Jahr 2000. Durch Fotoidentifikation und genetische Analysen von Gewebeproben gewinnen die Wissenschaftler Erkenntnisse über den Zustand der Grauwalpopulation. Diese Informationen sind sehr wichtig, da sich dadurch der Einfluss und die Auswirkungen der Ölindustrie auf die westlichen Grauwale ableiten lassen. Außerdem sind sie ein wesentlicher Baustein der IFAW Forschungsarbeit zum Schutz der Wale.

 

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Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
Länderdirektor Deutschland
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
Regionaldirektorin Ozeanien
IFAW Japan Representative
Repräsentantin IFAW Japan
Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
Programmdirektor Wale