Ruhige See und jede Menge Schweinswal-Sichtungen: Perfekter Abschluss der Forschungreise der „Song of the Whale“

Letztes Frühjahr war ich noch als ehrenamtliche Mitarbeiterin des IFAW an Bord des Forschungsseglers „Song of the Whale“. Nicht im Traum hätte ich damals daran gedacht, dass ich einmal als festes Teammitglied dort arbeiten würde.Perfekte Bedingungen für Schweinswal-Sichtungen

Nachdem ich schon im September 2012 bei der Fahrt von Island nach Ipswich mit an Bord gewesen war, bekam das Angebot, mich um die Analyse der im Laufe der Forschungssaison 2012 gesammelten akustischen Daten zu kümmern. Und so bin ich jetzt wieder zurück auf der „Song of the Whale“ und genieße die frische Meeresbrise und die spannende Arbeit auf See.

Sehen Sie auch: Tagebuch der Song of the Whale: Walsichtungen in der Ägäis - "Night of the Whale", Teil 2

Nach einem Crew-Wechsel im griechischen Kavala verbrachten wir die letzte Woche mit der Suche nach Schweinswalen in den Küstengewässern der Nördlichen Ägäis. Neu im Team sind Myrto und Eleni vom Pelagos Institute in Griechenland sowie Ayaka und Arda, Forscher von der Universität Istanbul und der Turkish Marine Research Foundation.

Gestern war dann der letzte Tag unseres Schweinswal-Forschungsprojekts, das mit spiegelglatter See und jeder Menge Schweinswalsichtungen gar nicht besser hätte zu Ende gehen können. Eine besonders spektakuläre Sichtung war eine Mutter mit ihrem Kalb!

Diese Sichtung ist deshalb so bedeutsam, weil sie belegt, dass Schweinswale die Region zur Fortpflanzung nutzen. Insgesamt waren wir für die Untersuchung 16 Tage und 1.800 Kilometer im Thrakischen Meer unterwegs. Wir gingen bei unserer Suche nach Schweinswalen nach einer Methodik vor, dank der wir Schätzungen über die Anzahl der in der Region lebenden Tiere und über ihre Verteilung vornehmen können.

Es bleibt nun die Analyse der akustischen Daten abzuwarten, die uns vielleicht noch mehr Nachweise für das Vorkommen von Schweinswalen in der Region erbringt. Darüber hinaus begegneten wir fast täglich Tümmlern, sahen Gruppen von Gemeinen Delfinen und Blauflossenthunfischen, einen springenden Schwertfisch, eine Unechte Karettschildkröte und atemberaubende Sonnenuntergänge.

Außerdem sahen wir fast täglich Große Tümmler, Gruppen von Gemeinen Delfinen und Blauflossenthunfischen, einen springenden Schwertfisch, eine Unechte Karettschildkröte und atemberaubende Sonnenuntergänge

Vor uns liegt die nächste spannende Forschungsmission, bei der wir Pottwale und andere Walarten in der gesamten Ägäis untersuchen werden. Hier befinden sich auf kleinem Gebiet sehr unterschiedliche Lebensräume – von flachen Gewässern über Schelfkanten bis hin zu sehr tiefen Gewässern.

Mit Hilfe unserer Unterwassermikrofone planen wir Pottwale aufzuspüren, um sie zu zählen, ihre Verteilung zu untersuchen und Fotos für die Identifizierung einzelner Tiere zu machen. Außerdem wollen wir  Daten über andere Walarten sammeln, denen wir in diesen so unterschiedlichen Lebensräumen begegnen werden.

Miriam Romagosa

Erfahren Sie mehr darüber, was der IFAW tut, um Wale zu schützen.

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Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
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Dr. Ralf Sonntag, Länderdirektor Deutschland
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Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
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IFAW Japan Representative
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Patrick Ramage, Programmdirektor Wale
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