Rückblick 2016: Wichtige Erfolge für den Tierschutz

Unser Team konnte über die Jahre bereits viele IFAW Erfolge dokumentieren. In diesem Video sehen Sie eine Auswahl der in 2016 erfolgreich durchgeführten Projekte.

Rettung einer Seekuh

Eine trächtige Seekuh, die ihr Ziel um tausende Meilen verfehlt hatte und an einen ihr unbekannten Ort getrieben worden war, konnte in Cape Cod, Massachusetts, im letzten Augenblick gerettet werden. Eine Woche später wäre das Wasser zu kalt für sie geworden, und sie wäre vielleicht gestorben. Um sich zu erholen, wurde sie zunächst nach Connecticut gebracht. Anschließend wurde sie nach Florida geflogen und dort zurück in die Freiheit entlassen, um ihr Junges zur Welt zu bringen.

Befreiung einer Robbe durch Fernbetäubung

Die Befreiung von Robben gehört für unser marines Rettungsteam zum Alltag. Bei dieser besonderen Befreiungsaktion an der Ostküste wurde allerdings eine Robbe erstmalig per Fernbetäubung sediert und gerettet. An der Entwicklung der neuen Methode waren Experten des Zentrums für Meeressäugetiere beteiligt. Die Robbe, die eine gefährliche Schlinge um den Hals hatte, wurde mit einem Betäubungspfeil ruhig gestellt, um sie einfangen und tierärztlich untersuchen zu können. Anschließend wurde sie von der Schlinge befreit, medizinisch versorgt und wieder freigelassen. Um die Robbe verfolgen zu können, statteten wir den Pfeil mit einem kleinen akustischen Sender aus. So konnten wir die Robbe orten, bis die Wirkung des Betäubungsmittels einsetzte. Der erfolgreiche Einsatz akustischer Trackingpfeile ist von entscheidender Bedeutung für zukünftige Rettungseinsätze. 

Jugendforum für Menschen und Wildtiere

Der IFAW hat ein Jugendforum für Menschen und Wildtiere ins Leben gerufen. Es ist die erste Online-Community, in der junge Menschen sich über Tier- und Naturschutzthemen informieren und mit Gleichgesinnten weltweit austauschen und vernetzen können. Im Rahmen der 17. CITES Vertragsstaatenkonferenz (CITES CoP17) reisten 34 junge Delegierte aus aller Welt nach Johannesburg, um ihre Ideen und Anschauungen vorzustellen und ihre Energie und Begeisterung in Diskussionen über Tier- und Naturschutz einzubringen. Ein Highlight des Treffens war für die Delegierten die Abgabe einer formellen Erklärung auf der CITES-Konferenz. Es war die erste CITES-Konferenz mit jugendlicher Beteiligung. Aufgrund des Erfolgs des Jugendforums soll auch das Thema des World Wildlife Day 2017 Jugendliche einbeziehen.

tenBoma

Um die Wilderei zu bekämpfen, haben der IFAW und die kenianische Naturschutzbehörde KWS (Kenya Wildlife Service) ihre Kräfte in einem innovativen Pilotprojekt zur Entwicklung eines sogenannten "Intelligence Fusion Centers" vereint. Im Rahmen des Projekts werden Hinweise der Gemeinden zu Wildereiaktivitäten, Hightech-Datenanalysen und Erkenntnisse aus Einsätzen nationaler Sicherheitseinheiten zusammengeführt, um Wilderer zu stoppen, bevor sie zuschlagen. Der IFAW wendet die Techniken auch in Zusammenarbeit mit INTERPOL und am Flughafen in Nairobi an, um Wilderer-Netzwerke zu zerschlagen. Dank der Hilfe der American Geographical Society und der US Geospatial Intelligence Foundation, die tenBoma im März letzten Jahres auf einem großen Kongress vorstellten, bekam das Projekt weitere Unterstützung. 

Elfenbeinverbrennung in Kenia

Die größte Elfenbeinverbrennung in der Geschichte war ein überwältigendes Ereignis. Bei der Aktion verbrannten die kenianischen Behörden 105 Tonnen Elfenbein und 1,35 Tonnen Nashorn-Horn - die größte jemals an einem Ort zerstörte Menge Elfenbein weltweit.

Neue Tierklinik in Playa del Carmen eröffnet

Mit dem Bau und der feierlichen Eröffnung der neuen Tierklinik unserer mexikanischen Partnerorganisation Coco´s Animal Welfare ging für die Tiere in Playa del Carmen ein Traum in Erfüllung. Die hochmoderne Klinik kann als Musterbeispiel für andere Tierschutzorganisationen und -projekte dienen. Jedes Jahr können dort Tausende Hunde und Katzen medizinisch versorgt werden.

Dokumentarfilm „Sonic Sea“

Dieser erstmals im Discovery Channel ausgestrahlte Dokumentarfilm zeigt eindrucksvoll die alarmierende und wachsende Bedrohung von Walen und ihren Lebensräumen. Der Film wurde in vielen Foren und Gremien in aller Welt präsentiert.

Funkhalsbänder für Elefanten in Amboseli

In Zusammenarbeit mit der kenianischen Naturschutzbehörde stattete der IFAW zwei Elefanten mit Funkhalsbändern aus, um Informationen über die Nutzung und Verbreitung von Elefanten in dieser sich sehr schnell verändernden Umgebung zu sammeln. Die Daten werden auch in Zukunft mit Entscheidungsträgern aus den Bereichen Politik und Entwicklung geteilt, um das Fortbestehen des ganzheitlichen Ökosystems Amboseli-Nationalpark zu sichern.

Dokumentarfilm Huntwatch

Huntwatch knüpft an den Erfolg anderer Discovery-Dokumentationen wie „Racing Extinction“ und „Sonic Sea“ an und setzt den Trend des Senders fort, der sein Publikum mit ernsten Themen des Tierschutzes konfrontiert. 

Erica Martin

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Faye Cuevas, Esq., Strategische Beraterin und Leiterin tenBoma
Strategische Beraterin und Leiterin tenBoma
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität