Nach der Flut in Pakistan benötigen die Tiere dringend Hilfe

Ein IFAW Mitarbeiter kontrolliert das Vieh in einem überfluteten Gebiet in Pakistan

Jeden Tag bekomme ich Fotos aus Pakistan: überflutete Felder, soweit das Auge reicht, und hungrige Augen, die in die Kamera blicken. Das sind Bilder, wie wir sie bereits kennen, aus dem vom Monsun heimgesuchten Pakistan.

Gerade erst hat die RAVI Foundation, der Partner unseres IFAW Teams in Pakistan, einen neuen Bericht geschickt. Ihre letzte Tour brachte die Kollegen vor allem in die Bezirke Narowal und Sialkot in der Provinz Punjab. 

Die folgende Beschreibung erhielt ich direkt von unseren Helfern vor Ort:

 “Insgesamt sind 74 Dörfer in Sialkot von der Katastrophe betroffen. In Narowal sind 62.000 Einwohner von der Flut betroffen: Das Ackerland wurde durch die enormen Wassermassen zerstört. Es steht 90 bis 150 cm hoch und hat tausende Hektar Reis und Hirse verdorben. Die Ernte ist zerstört. Die Felder können mindestens drei Monate lang nicht geräumt und neu bepflanzt werden. Allein in Narowal und Sialkot sind 85.000 Tiere in Gefahr. 541 Tiere sind bereits an den Folgen der Katastrophe gestorben.“                              

84 Menschen starben in der vergangenen Woche durch den unaufhörlichen Regen – und weiterer Regen ist für die nächsten Tage prognostiziert.                                   

Rana Muhammad Ashraf, ein Bewohner des Dorfes Khawa und Besitzer von acht Nutztieren, sagt:

 “Mein gesamtes Land ist überflutet, die Ernten sind zerstört. Ich werde bis November oder Dezember nichts anbauen können. Es ist für mich schwer, meine Tiere zu ernähren. Sie werden von Tag zu Tag schwächer und geben weniger Milch. Zwei meiner Tiere starben bereits an Maul- und Klauenseuche. Von der Regierung hat sich hier noch niemand blicken lassen. Wir benötigen dringend Futter für unsere Tiere.

Pakistan ist in den letzten drei Jahren immer wieder von Monsunfluten heimgesucht worden. Im Jahr 2010 starben rund 1.800 Menschen in den bisher schlimmsten Fluten aller Zeiten im Land. 21 Millionen Menschen waren damals von der Flut betroffen. Dank der vom IFAW mitfinanzierten Katastrophenhilfe konnten wir  22.945 Tieren helfen – darunter Ziegen, Schafe, Rinder, Wasserbüffel, Pferde und Esel. Um die Tiere zu retten, stellten wir Futter, Medikamente, recycelte Wasser- und Futtertröge und Eisenträger zum Bau von Unterkünften für die Tiere zur Verfügung. Seitdem hat der IFAW in Pakistan jedes Jahr Tier-Nothilfeprogramme unterstützt.

Unser Partner vor Ort hat einen Plan aufgestellt, mit dem sich 1.000 Tiere füttern und medizinisch versorgen lassen. Hierfür benötigen wir allerdings 20.000 US-Dollar. Damit können die am schlimmsten betroffenen Tiere einen Monat lang versorgt werden.

Shannon Walajtys

Helfen Sie uns, die durch die Flut in Pakistan in Not geratenen Tiere zu retten.

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Dr. Ian Robinson, Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Vizepräsident für Kampagnen und internationale Angelegenheiten
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
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Regionaldirektor Südasien