Mitbringsel – Überbleibsel. Eine IFAW Posterkampagne zum Artenschutz am Hamburger Flughafen

IFAW Poster zum Wildtierschutz am Hamburger FlughafenUrlaubszeit – wenngleich auch noch nicht für mich. Aber dennoch bin ich mit meinen Gedanken zurzeit immer wieder am Hamburger Flughafen. Dort wurde nämlich vor wenigen Tagen mit Unterstützung des Flughafens und der Hamburger Werbeagentur Kveln eine Poster-Kampagne gestartet, die sehr eindrücklich vor Augen führt, was ein Urlaub mit der blutigen Elefantenwilderei zu tun haben kann.

Viele Menschen ahnen nicht, dass der Kauf einer Elfenbeinschnitzerei im exotischen Feriendomizil das illegale Töten von Elefanten fördert. Letztendlich steht jedes Stück Elfenbein für einen toten Elefanten.

Die Händler vor Ort machen es einem nicht einfacher. Ich habe es vor einiger Zeit auf einer Südafrikareise selbst erlebt. Auf kritische Nachfragen nach der Herkunft der Schnitzerei bekam ich irreführende Antworten wie: „Das stammt von natürlich gestorbenen Elefanten!“ oder „Ein Großteil des Verkaufserlöses kommt Elefantenschutz-Projekten zugute!“

Leider gibt es häufig noch viele weitere typische Urlaussouvenirs im Angebot, die gefährdete Arten zusätzlich bedrohen: Steinkorallen, getrocknete Seepferdchen, Produkte aus der Haut oder dem Leder seltener Reptilienarten, Großkatzenfelle, Produkte der Traditionellen Chinesischen Medizin mit Bestandteilen geschützter Tiere.

Dabei gibt es so schöne Alternativen: Souvenirs aus Speckstein, Draht oder Perlen, hergestellt mit traditionellem Kunsthandwerk. Oder trendige Recyclingprodukte wie Township-Radios aus Colabüchsen oder Handtaschen aus bunten Kronkorken. Durch den Kauf solcher Produkte habe sowohl ich als Reisender eine schöne Erinnerung an einen unvergesslichen Urlaub als auch der Handwerker und Händler vor Ort eine nachhaltige Erwerbsmöglichkeit.

Also: Wählen auch Sie ein Mitbringsel, das kein trauriges Überbleibsel hinterlässt!

Robert Kless

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