Hoffnung für das verletzte Elefantenbaby Dhara

Dhara wird geröntgt. Foto: IFAW/S. BarbaruahDas Elefantenkalb Dhara kam am 28. Juni zu uns.

Sie wurde bei den Überschwemmungen in Indien verletzt. Dhara ist nur eins von Tausenden von Wildtieren, die der derzeit im nordöstlichen Staat Assam wütende Monsun in Mitleidenschaft gezogen hat.

Ich habe in meinem Leben zwar schon Hunderte von Babyelefanten gesehen, doch dabei zuzusehen, wie die Tierärzte des Internationalen Tierschutz-Fonds und des Wildlife Trust of India ein Elefantenkalb röntgen, war schon etwas ganz Besonderes.

Dhara wird jetzt im IFAW-Rettungszentrum für Wildtiere am Rande des Kaziranga-Nationalparks versorgt. Das Röntgenbild zeigte, dass Dhara sich im linken Vorderbein ein Gelenk verrenkt hatte.

Sie ist ca. acht Monate alt und wurde allein aufgefunden.

Wir glauben, dass sie bei den Überschwemmungen im Park von ihrer Herde getrennt wurde.

Mit einem durch Eisen verstärkten Gips wurde das Gelenk für die nächsten 21 Tage ruhiggestellt. Danach untersuchen die Zentrums-Tierärzte das Bein erneut, um zu sehen, wie weit die Heilung fortgeschritten ist.

Bis dahin kümmern sich Tierärzte, Pfleger und zwei Freiwillige aus Großbritannien um das Kalb. Sie geben ihr neunmal am Tag Milch und eine gesunde Zusammenstellung aus Nahrungsergänzungsmitteln.

Dhara lugt aus dem Stall. Foto: IFAW/S. Barbaruah

Trotz der Schmerzen in ihrem Bein ist Dhara sehr aktiv. Sie erkundet pausenlos ihr Gehege und klettert zum Fenster hoch, um zu sehen, ob da draußen jemand mit Futter steht. Wenn das Futter kommt, fängt sie ungeduldig an zu brüllen.

Wenn sie vor ihren Pflegern diese Trotzanfälle bekommt, ist das ein furchtbar niedlicher Anblick.

Obwohl Dhara nur ein kleines Kalb ist, kann ich mir lebhaft vorstellen, welcher unglaublichen Anstrengungen es bedurfte, sie ruhigzustellen, sie ins Zentrum zu transportieren, sie zu röntgen und ihr Bein einzugipsen.

Jetzt erwarten wir alle mit Spannung den 21. Tag der Behandlung, wenn die Tierärzte den Gips abnehmen. Ich hoffe, Dhara kommt zu Kräften und kann bald wieder normal laufen.

Wir halten Sie über Dharas weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Viele Menschen haben gefragt, wie sie uns schnell unterstützen können: Sie können direkt hier spenden.

--SB

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Mitglied des IFAW-Elefantenteams
IFAW-Elefantenexpertin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
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Jason Bell, Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südliches Afrika
Programmdirektor Elefanten, Regionaldirektor Südafrika
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
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