Frankreich zerstört drei Tonnen Elfenbein

Frankreich zerstört drei Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein.
Donnerstag, Februar 6, 2014
Hamburg

Heute Vormittag hat die französische Regierung drei Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein in der Nähe des Eifelturms zerstört.

„Diese starke symbolische Geste belegt die Entschlossenheit der französischen Regierung gegen den illegalen Elfenbeinhandel und Verbrechen gegen Wildtiere stärker vorzugehen.“ Erklärt Céline Sissler-Bienvenue, Direktorin des IFAW-Frankreich und des frankophonen Afrika. „Mit dieser Aktion räumt der Präsident dem Kampf gegen illegalen Wildtierhandel die dringend benötigte, größere Bedeutung ein.“

Frankreich ist das erste Mitglied der Europäischen Union, das Teile seiner Bestände beschlagnahmten Elfenbeins zerstört und damit dem Beispiel der USA, China und einiger afrikanischer Ländern folgt. Die USA hatten im November 2013 etwa 5,4 Tonnen, China am 6. Januar 6,15 Tonnen vernichtet,

„Deutschland sollte sich dringend dieser Initiative anschließen,“ fordert Robert Kless, IFAW Kampagnenleiter in Deutschland, „und dadurch dem Kampf gegen den illegalen Elfenbein- und Wildtierhandel auch hierzulande sichtbar einen höheren Stellenwert geben.“

Das jetzt in Frankreich zerstörte Elfenbein im Wert von geschätzt einer Million Euro bestand aus 698 Stoßzähnen und 15.357 Elfenbeinschnitzereien. Es hatte sich über einen Zeitraum von 20 Jahren angesammelt.

Die Beschlagnahmungen von geschmuggeltem Elfenbein steigen weltweit stetig an: von 24,3 Tonnen im Jahr 2011 über 30 Tonnen in 2012 bis zu 41,5 Tonnen im Jahr 2013. Allein im Januar 2014 wurden in Togo am 23 Januar 1,7 Tonnen und am 29. Januar 2,1 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt.

„Wir fordern alle Staaten auf, ihre illegalen Elfenbeinbestände zu zerstören. Jedes Jahr werden bis zu 50.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet. Einige Elefantenpopulationen besonders in Zentralafrika sind nahezu ausgestorben. Nur mit einem zügigen gemeinsamen Handeln können wir diese gefährliche Entwicklung aufhalten. Das Töten der Elefanten wird erst aufhören, wenn es keine  Nachfrage mehr dafür gibt. Solche symbolische Aktionen mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit helfen dabei.“ so Kless weiter.

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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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