EU-Parlament trifft Entscheidung gegen die Verlärmung der Ozeane

2008 versuchten Helfer, die Breitschnabeldelfine zu retten
Mittwoch, Oktober 9, 2013
Hamburg

Das EU-Parlament beschloss heute, dass für die Ölsuche mit Unterwasser-Sonar in Zukunft Umweltverträglichkeitspüfungen durchgeführt werden müssen. Damit soll der Unterwasserlärm reduziert werden, der für viele Meeresbewohner eine Gefahr darstellt. 

„Dies ist eine dringend notwendige Entscheidung. Die Öl-Exploration mit Sonar in europäischen Gewässern nimmt zu und bedroht immer stärker gerade die Meeressäuger“, so Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW-Deutschland.

Umweltschutzorganisationen wie OceanCare, NRDC (Natural Resources Defense Council) und IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) kämpfen seit Jahren für eine Reduzierung des Unterwasserlärms. Erst kürzlich genehmigten Griechenland und Kroatien groß angelegte seismische Untersuchungen in ihren Gewässern.

Allein in den letzten zwei Wochen erschienen zwei wissenschaftliche Studien, die die schädlichen Auswirkungen von intensivem Unterwasserlärm auf Wale, Delfine und sogar Schalentiere belegen.

http://iwc.int/index.php?cID=454&cType=html
www.nature.com/srep/2013/131003/srep02831/full/srep02831.html

„Letzte Woche bewies ein unabhängiges Gremium den Zusammenhang zwischen Unterwasserlärm und einer Massenstrandung von Breitschnabeldelfinen 2008 auf Madgaskar“, so Dr. Sonntag weiter. „Der IFAW war damals an der Rettungsaktion beteiligt und musste das unbeschreibliche Leiden der Delfine mitansehen. Die heutige EU-Entscheidung ist ein wichtiger Schritt im Kampf um die Meeresbewohner.“

Die Entscheidung des EU-Ministerrates wird in den nächsten Wochen erwartet.

Post a comment

Pressekontakt

Dörte von der Reith
Telefon:
040-86650033
Mobiltelefon:
0160-90486493
E-Mail: