Drei verwaiste russische Bärenjunge gerettet

Die ersten in diesem Jahr geretteten Bärenjungen werden jetzt in unserem russischen Bärenrettungszentrum versorgt

Unser Bärenrettungszentrum im russischen Dorf Bubonitsy hat Zuwachs bekommen: Zwei männliche Bärenjungen und eine kleine Bärin wurden aus den russischen Wäldern gerettet und erhalten jetzt medizinische Versorgung und fürsorgliche Pflege.

Zwei der drei Jungen wurde in der Nähe des Dorfes Bezhanitsy in der Region Pskov aufgefunden. Am 12. Februar 2017 hatten Holzfäller in einem nahegelegenen Wald ihre kleinen Tatzenspuren im Schnee entdeckt und waren ihnen gefolgt. Kurze Zeit später hörten sie ein Wimmern und Schreien und entdeckten die provisorische Höhle, in der die Bärenjungen lagen. Die Bärenmutter hatte sie mit Tannenzweigen ausgelegt. Die Männer riefen sofort den örtlichen Jagdinspektor an. Er erklärte ihnen, dass die Bärenmutter nicht zurückkehren würde.

Unsere IFAW Kollegen Sergey und Katya Pazhetnov machten sich sofort auf den Weg, um die beiden Bärenjungen zu retten. Noch am selben Abend erreichten sie die Höhle, wärmten die unterkühlten Bären sofort und brachten sie in unser Bärenrettungszentrum.

Am darauffolgenden Morgen wurden sie im Zentrum untersucht. Sie waren etwa 40 bis 45 Tage alt, die Bärin wog 1,9 Kilo und der männliche Bär 2,1 Kilo. Ihre Augen und Ohren waren geöffnet und sie versuchten, aufzustehen. Die Bärin hatte zwei kleine Kratzer am Hals. Ansonsten waren die zwei gesund.

Dieser kleine Bär wurde vom Hund eines Holzfällers angegriffen.

Das dritte Bärenjunge wurde ebenfalls von Holzfällern aus einer Höhle gerettet, nachdem die Männer Geräusche gehört hatten. Leider waren sie nicht schnell genug, um zu verhindern, dass ihr Hund sich auf das Junge stürzte. Doch sie konnten den kleinen Bären rechtzeitig aus dem Maul des Hundes befreien. Er war allerdings schwer verletzt. Unser russischer Kollege Sergey Gershov vom IFAW Rettungszentrum kam sofort und sorgte dafür, dass er schnellstmöglich medizinisch versorgt wird. Die Bisswunden des Bärenjungen wurden in einer Operation vernäht, und er erhielt Antibiotika. Jetzt kommt er langsam wieder zu Kräften.

Der Bär wurde sofort medizinisch versorgt. Seine Wunden wurden vernäht und er erhielt Antibiotika.

Die Bärenjungen im Rettungszentrum müssen alle vier Stunden mit Spezialmilch gefüttert werden. Sie ähnelt der Bärenmilch, hat aber einen anderen Fett- und Zuckergehalt. Deshalb kann die Umstellung bei den Bärenjungen Verstopfung auslösen. Sie kann aber mit Medikamenten und einer Bauchmassage nach jeder Fütterung problemlos behandelt werden.

Für Bärenjunge spielt Temperatur eine wichtige Rolle, und ihr Verhalten gibt Hinweise auf ihr Wohlbefinden. Wenn sie sich zusammendrängen und quietschen, frieren sie. Wenn sie in den entgegengesetzten Ecken der Kiste schlafen, auf dem Rücken liegen und schwer atmen, ist ihnen heiß.

In unserem Rettungszentrum versorgen wir die Bärenjungen und ziehen sie auf, damit sie hoffentlich irgendwann in die geschützte Wildnis zurückkehren können.

Mila Danilova

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