Die Welt macht Fortschritte in Sachen Tierschutz

"Die Menschheit ist einen entscheidenden Schritt weiter. Es gibt zwar noch Uneinigkeit darüber, wie weit Tierschutz gehen sollte, aber darüber, dass wir die Rechte der Tiere besser schützen müssen, sind sich weltweit fast alle einig." - Nicholas D. Kristof

In seinem vor kurzem in der New York Times erschienenen Kommentar, aus dem dieses Zitat stammt, lobt Kristof die Fortschritte, die unsere Gesellschaft in Sachen Tierschutz seit Beginn der Tierschutzbewegung vor über vierzig Jahren gemacht hat.

Selbstverständlich hat es Rückschläge gegeben, wie etwa die so genannten "Ag-Gag"-Gesetze in den USA, mit denen verdeckte Filmaufnahmen in Massentierbetrieben verhindert werden sollten. Genauso sind aber auch etliche Fortschritte zu verzeichnen, wie etwa die Entscheidung von McDonalds, den Vertrag mit einer Hühnerfarm aufzukündigen, in der man Verstöße gegen Tierschutzstandards dokumentiert hatte. Lesen Sie hierzu auch Nachfrage nach Produkten von gefährdeten Arten ist unmoralisch.

Der IFAW unterstützte in Indien die erfolgreiche Umsiedlung von fünf Familien östlicher Hulock-Gibbons aus dem Dorf Dello ins Mehao Wildlife Sanctuary in Arunachal Pradesh. © IFAW-WTI/S. BarbaruahBei Regierungen und Organisationen in aller Welt, einschließlich der EU, der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und der Internationalen Organisation für Normung (ISO) müssen wir heutzutage nicht mehr viel Überzeugungsarbeit leisten. Die Verankerung von Tierschutzstandards in neue Regelungen ist inzwischen selbstverständlich.

Zunehmend verlagert sich der Kampf für den Schutz der Wildtiere ins Internet. Der IFAW arbeitet gemeinsam mit eBay und dem chinesischen Online-Auktionshaus TaoBao darauf hin, dass alle Online-Marktplätze weltweit den Handel mit Elfenbein verbieten. Besonders froh sind wir über unsere Partnerschaft mit INTERPOL. Im Rahmen der Zusammenarbeit bilden wir Mitarbeiter von Polizei, Zoll und anderen Vollzugsbehörden aus, um den illegalen Wildtierhandel zu bekämpfen.

Weltweit gibt es einen immer breiteren Konsens, dass durchaus wirksame Maßnahmen existieren, die wir sofort ergreifen können, um die am stärksten bedrohten Arten besser zu schützen.

Wenn wir langfristige Erfolge erzielen wollen, müssen wir die Menschen weltweit aufklären und sie dabei unterstützen, selbst Verantwortung für die Versorgung und den Schutz ihrer Tiere zu übernehmen. Hierzu haben wir eine Grundsatzerklärung und ein Glossar verfasst, die jedem, der sich über Tierschutzthemen informieren will, als Leitfaden dienen sollen.

Wir hoffen, dass das Dokument auch bei unserer Zusammenarbeit mit anderen gemeinnützigen Organisationen, Regierungen, Vollzugsbehörden, Einzelpersonen und Gemeinden Hilfestellung geben kann. Damit es uns gemeinsam gelingt, eine Welt zu schaffen, in der Tiere respektiert und geschützt werden.

Azzedine Downes

Unterstützen Sie unsere Arbeit für den Schutz der Wildtiere.

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
Regionaldirektor Mittlerer Osten
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Isabel McCrea, Regionaldirektorin Ozeanien
Regionaldirektorin Ozeanien
Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Kelvin Alie, Programmdirektor Wildtierhandel
Programmdirektor Wildtierhandel
Peter Pueschel, Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Direktor Internationale Natur- und Umweltschutzabkommen
Robert Kless, Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Leiter Wildtier-Kampagnen, IFAW Deutschland
Vivek Menon, Regionaldirektor Südasien
Regionaldirektor Südasien