Die dankbaren Patienten unserer mobilen Tierkliniken in Südafrika

Siebzig Zecken und kein Ende in Sicht! Der Welpe, den wir auf den Namen Ewok tauften, hatte unzählige Zecken auf seinem kleinen Körper. Ein Wunder, dass sie ihn nicht völlig ausgesaugt haben. Nachdem die Zecken entfernt worden waren, sah er uns mit staunenden und hoffnungsvollen Augen an. Obwohl Zecken- und Flohbehandlungen unter den in Johannesburg gegebenen Bedingungen schwierig sind, ist dies oft lebensrettend und gehört deshalb zu unserer täglichen Arbeit dort. Jeden Tag sind die Kollegen unseres kommunalen Haustierprojekts CLAW (Community Led Animal Welfare) in den Slums und Townships im Süden und Westen Johannesburgs unterwegs. Jeden Tag versorgen zwei mobile Tierkliniken zwei bis drei Gebiete. Sie kümmern sich vor Ort um die medizinische Grundversorgung jener Tiere, deren Besitzer weit weg vom nächsten Tierarzt leben und sich eine medizinische Behandlung für ihre Tiere ohnehin nicht leisten können.

In diesen Gemeinden bietet unser kommunales Haustierprojekt CLAW die einzige Möglichkeit, die geliebten Haustiere regelmäßig tierärztlich versorgen zu lassen und darüber hinaus Tierbesitzer über artgerechte Haltung aufzuklären. Auch für die Tierbesitzer haben unsere Kollegen meist eine Kleinigkeit dabei – sei es ein Essenspaket, Kleidung oder Spielzeug für die Kinder.

Mit unseren mobilen Tierkliniken bringen wir Floh- und Zeckenmittel, Entwurmungskuren, Medikamente zur Parasitenbekämpfung und Impfseren für die Tiere. Außerdem untersuchen die Mitarbeiter die Tiere auf Krankheiten, organisieren Termine, um Tiere kastrieren zu lassen, und nehmen Tiere mit schweren Krankheiten wie etwa Babesiose (eine tödliche Krankheit, die durch Zeckenbisse übertragen wird) zur weiteren Behandlung mit ins CLAW Krankhaus.

Die folgenden Fotos vermitteln einen Eindruck von der täglichen Arbeit einer mobilen CLAW Tierklinik:

Babesiose wird durch Zeckenbisse übertragen und kann tödlich sein, wenn sie nicht schnell genug behandelt wird. Dieser Welpe wurde rechtzeitig ins CLAW Krankenhaus in Durban Deep gebracht.

Viele Menschen wissen nicht, mit was sie Welpen füttern sollen, besonders wenn kein Geld für Hundefutter da ist. Dieser kleine Welpe hatte Knochen und Kuhmilch bekommen. Keine geeignete Nahrung für einen heranwachsenden Hund.

Wie leint man seinen Hund an, wenn man sich weder Halsband noch Leine leisten kann? Oft wird Draht verwendet, was für die Tiere gefährlich ist. Ein Mitarbeiter passt einem Hund ein Halsband an. Der Hund nahm an einer Impfaktion teil, die wir kürzlich anlässlich des Welt-Tollwut-Tages durchgeführt haben.

Die Menschen in den Armenvierteln rund um Johannesburg lieben ihre Tiere oft sehr. Sie nutzen jede Möglichkeit, um ihre Tiere besser versorgen zu können und gegen Krankheiten zu impfen. Man sieht an den glänzenden Fellen, den feuchten Nasen und den glücklichen Gesichtern bei Mensch und bei Tier in welchen Gegenden wir mit unserem CLAW-Projekt vor Ort sind.

Mandi Smallhorne

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Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
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