Europa will Handel mit Robbenprodukten verbieten
„Diese Abstimmung des EU-Parlaments ist hoffentlich der Todesstoß für die unsägliche und grausame kanadische Robbenjagd,“ kommentiert Dr. Ralf Sonntag, Direktor des IFAW-Deutschlands. „Die Mehrheit der EU-Abgeordneten haben die zehntausendfache Protestbotschaft der europaweiten IFAW-Unterstützer erhalten und sollten entsprechend handeln.“
„Über Mexiko-Stadt, Madrid, Paris und Berlin bis nach Moskau verbündet sich die Welt gegen die kommerzielle Robbenjagd,“ so Sonntag weiter. „Das Zusammenbrechen der gesamten kanadischen Robbenjagd-Industrie erscheint jetzt unausweichlich.“
Die Preise für Robbenfelle stürzten 2009 auf neun Euro pro Fell, etwa die Hälfte des Preises, der noch 2008 erzielt wurde. Insgesamt haben nun 30 Nationen den Verkauf von Robbenprodukten verboten, davon sieben der zehn für Kanada wichtigsten Exportländer.
„Wir sind optimistisch, dass dieses Handelsverbot die von uns angestrebte Wirkung zeigen wird,“ sagt Sonntag. „Schon jetzt sind erste Auswirkungen zu beobachten. In den ersten Apriltagen wurden vor Neufundland wesentlich weniger Robben getötet. Statt, der 34.000 Tiere im letzten Jahr wurden letzten Monat nur noch 3.000 Robben in einem vergleichbaren Zeitraum getötet.“