Ölteppich bedroht Tierwelt an Patagoniens Küste
Patagonische Dampfschiffenten und Magellanpinguine gelten laut IUCN (World Conservation Union) als nahezu vom Aussterben bedrohte Tierart. „Das genaue Ausmaß der Katastrophe kann man noch nicht abschätzen, da die organisierte Suche nach betroffenen Vögeln andauert und laufend neue Tiere in die Station gebracht werden“, so Dr. Elvira von Schenck, Tierärztin und Mitglied des internationalen IFAW-Tierrettungsteams. „Sicher ist aber, dass die Tiere an den artenreichen Küsten Patagoniens dauerhaft durch die dortige Ölförderung bedroht sind. Es müssen dringend effektive Maßnahmen geschaffen werden, um solchen Katastrophen vorzubeugen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“
Argentinischen Medien zufolge ist der Ölteppich ca. drei Kilometer breit und 40 Kilometer lang. Die Regierung untersucht derzeit Satellitenaufnahmen, konnte jedoch bisher die Ursache nicht feststellen. Verschiedene Schifffahrtsunternehmen werden verdächtigt, für die Ölverschmutzung verantwortlich zu sein. Die argentinische Marine kümmert sich um die Beseitigung des Öls. Der IFAW ist seit über 18 Jahren mit mobilen Spezialeinheiten in der Ölvogel-Rehabilitation tätig und zählt zu den weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet.