Europäisches Gutachten bestätigt Grausamkeit der kanadischen Robbenjagd
Robbenjäger hielten sich häufig nicht an vorgeschriebene Methoden, den Tod eines Tieres vor dem Häuten sicherzustellen, außerdem solle die Robbenjagd für unabhängige Beobachter zugänglich gemacht werden. Zusammenfassend empfiehlt der Bericht, Robben sollten als empfindungsfähige Meeressäuger angesehen werden, die Schmerz, Stress und Angst erleiden können. Die kanadische Fischereibehörde klassifiziert Robben als Fische.
„Dieser objektive Bericht macht klar, dass die Jagd allen
Tierschutzstandards wiederspricht und sofort beendet werden muss,“ so Dr. Ralf
Sonntag, Direktor des IFAW-Deutschland. „Wir fordern deshalb auch unsere
Bundeskanzlerin Frau Merkel noch einmal auf, endlich den einstimmigen Beschluss
des Bundestages für ein Robbenhandelsverbot zu respektieren und
umzusetzen.“
Das Europäische Parlament forderte im September 2006
die Kommission auf, einen Gesetzentwurf für ein Handelsverbot für Robbenprodukte
vorzulegen. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, bat die
EU-Kommission die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, eine
wissenschaftliche Einschätzung über die Tötungsmethoden im Hinblick auf
Tierschutzaspekte abzugeben.
Der IFAW hatte der EFSA-Behörde Video- und Fotomaterial übergeben, das zeigt, wie lebende Robben an Haken übers Eis geschleift werden, verwundete Tiere sehr lange leiden und nur sehr wenige Robbenjäger die vorgeschriebenen Tests vor dem Häuten durchführen.