Japanische Walfangflotte geht auf Jagd
Sonntag, November 18, 2007
Shimoniseki, Japan
„Es ist dramatisch, dass die Welt diese Farce weiter hinnimmt,“ kommentiert
Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Leiter des IFAW-Deutschland. „Der
vermeintlich wissenschaftliche Walfang trägt nichts zu unserem Wissen über Wale
bei. Die nun ins Visier genommenen Buckelwale sind die am besten untersuchte
Walart. Die Japaner wollen angeblich ihre Nahrungsökologie untersuchen, aber die
ist uns weitestgehend bekannt.“
Seit 1986 töteten japanische Walfänger über 10.500 Wale unter dem
Deckmantel der Wissenschaft. Während der diesjährigen Tagung der Internationalen
Walfangkommission (IWC) stellte die wissenschaftliche Kommission fest, dass das
nun seit 18 Jahren andauernde japanische wissenschaftliche Walfangprogramm
(JARPA) keine wertvollen Beiträge zum Wissen über Wale hinzugefügt hat. Auch
nicht über die am intensivsten bejagten Walart, den Zwergwalen, von denen bisher
knapp 10.000 durch japanische Harpunen starben.
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