Elfenbeinschmuggel ein Kavaliersdelikt in Japan?
Dienstag, August 14, 2007
Osaka
Innerhalb der japanischen Regierung ist nun eine Diskussion darüber
entstanden, was mit dem Elfenbein geschehen soll. Artenschutzorientierte Länder
zerstören beschlagnahmte Waren besonders geschützter Tierarten, denn wenn das
Schmuggelgut erst einmal auf dem Markt landet, steigert es die Nachfrage und
erhöht die Wilderei. Vertreter des japanischen Handelsministeriums würden das
Elfenbein aber lieber verkaufen. Dies ist jedoch laut Washingtoner
Artenschutzübereinkommen (CITES) verboten. Das Handelsministerium will sich nun
mit dem CITES-Sekretariat über das weitere Vorgehen beraten.
„Der illegale Handel kostet jedes Jahr 20.000 Elefanten das Leben“, so Peter Pueschel vom IFAW (Internationaler Tierschutzfonds). „Bei so geringen Strafen verwundert es nicht, dass die Wilderei weiter zunimmt. Es gibt ja kein Risiko für die Kriminellen, über solche Strafen lachen die nur. Aber die japanische Justiz gefährdet mit solchen Urteilen auch Menschen. Jährlich werden in Afrika etwa 100 Ranger von Wilderern getötet. Wenn japanische Gerichte die Gefährlichkeit des illegalen internationalen Handels derart herunterspielen, motivieren sie die Wilderer, mit ihrem blutigen Handwerk weiterzumachen.“
„Der illegale Handel kostet jedes Jahr 20.000 Elefanten das Leben“, so Peter Pueschel vom IFAW (Internationaler Tierschutzfonds). „Bei so geringen Strafen verwundert es nicht, dass die Wilderei weiter zunimmt. Es gibt ja kein Risiko für die Kriminellen, über solche Strafen lachen die nur. Aber die japanische Justiz gefährdet mit solchen Urteilen auch Menschen. Jährlich werden in Afrika etwa 100 Ranger von Wilderern getötet. Wenn japanische Gerichte die Gefährlichkeit des illegalen internationalen Handels derart herunterspielen, motivieren sie die Wilderer, mit ihrem blutigen Handwerk weiterzumachen.“