Wissenschaftskomitee der IWC übt heftige Kritik an Japans wissenschaftlichem Walfang
Dienstag, Mai 29, 2007
Anchorage
In seinem Bericht an die Vollversammlung der IWC-Delegierten konstatierte das
Wissenschaftskomitee, dass Japan nur sehr spärliche und wenig aufschlussreiche
Daten aus seinem JARPN-Walfang-Programm zur Verfügung stelle. Wörtlich hieß es:
„Das 18-jährige sogenannte wissenschaftliche Walfang-Programm hat 6.796 Wale das
Leben gekostet, aber wenig Informationen über die Biologie und Ökologie der
Minkwale geliefert.“ Japan nutzt ein Schlupfloch in den IWC-Bestimmungen und
tötet trotz eines seit 1986 bestehenden Walfang-Verbots mehr als 1.200 Wale pro
Jahr unter dem Deckmantel des „wissenschaftlichen“ Walfangs. Tatsächlich landet
das Walfleisch auf den Tellern japanischer Restaurants. Nun hat Japan auch noch
50 Buckelwale auf die Abschussliste gesetzt. Die majestätischen Riesen gehören
zum Teil zu hochgefährdeten Populationen.
Der Bericht der IWC-Experten kritisierte außerdem, dass Japan sich nicht genügend für den Schutz des Westpazifischen Grauwals einsetzt, der durch Beifänge in japanischen Gewässern hochgradig gefährdet ist. Das Komitee moniert weiterhin, dass Japan keine brauchbaren Übersetzungen seiner Bestimmungen zum Umgang mit lebenden Bartenwalen zur Verfügung stellt, die als Beifang ins Netz gehen.
„Japans Vorgehen als wissenschaftlichen Walfang zu bezeichnen ist eine Beleidigung für jeden ernstzunehmenden Wissenschaftler,“ so Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Direktor des deutschen IFAW-Büros. „Dies beweist auch die heftige Kritik der weltweit anerkanntesten Walforscher auf der IWC-Konferenz. Japan muss endlich die rote Karte kriegen.“
Der Bericht der IWC-Experten kritisierte außerdem, dass Japan sich nicht genügend für den Schutz des Westpazifischen Grauwals einsetzt, der durch Beifänge in japanischen Gewässern hochgradig gefährdet ist. Das Komitee moniert weiterhin, dass Japan keine brauchbaren Übersetzungen seiner Bestimmungen zum Umgang mit lebenden Bartenwalen zur Verfügung stellt, die als Beifang ins Netz gehen.
„Japans Vorgehen als wissenschaftlichen Walfang zu bezeichnen ist eine Beleidigung für jeden ernstzunehmenden Wissenschaftler,“ so Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Direktor des deutschen IFAW-Büros. „Dies beweist auch die heftige Kritik der weltweit anerkanntesten Walforscher auf der IWC-Konferenz. Japan muss endlich die rote Karte kriegen.“