Verbände melden Verstoß gegen EU-Umweltrecht
Mittwoch, April 18, 2007
Berlin/Hamburg/Zürich
Dies bedeutet für unsere einheimischen
Wale ohrenbetäubenden Lärm, denn bis in den Herbst werden alle 8 Sekunden, 24
Stunden lang, extrem laute Schallimpulse mit einem Spitzenquellschalldruck von
mehr als 260 dB ins Wasser geleitet. Diese gefährlichen Impulse werden mit so
genanten ,Airguns’ (Luftkanonen) erzeugt. Das Schiff Ocean Explorer (das im
Auftrag der BASF Tochtergesellschaft Wintershall arbeitet) zieht dafür ein
Gestell von 500 Meter Breite und 5 Kilometer Länge hinter sich her
und ermittelt aus den Echos mögliche Lagerstätten für Erdgas.
„Der eigentliche Skandal ist, dass die Entscheidung des zuständigen Bergbauamtes entgegen der Empfehlung des zuständigen Umweltamtes (BfN) erteilt wurde“, erklärt der Direktor vom IFAW Deutschland, Dr. Ralf Sonntag. Der Verhaltensbiologe und Bioakustiker der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, Dr. Karsten Brensing, bringt es auf den Punkt: „Damit verletzt Deutschland europäisches Umweltrecht und gefährdet unsere letzten, streng geschützten Wale“. Dr. Iris Menn, Meeresbiologin von Greenpeace, sagt dazu: „Hier zeigt sich wieder einmal, dass die Bundesregierung aus wirtschaftlichen Interessen den Naturschutz hinten runterfallen lässt. Da nutzt es auch nichts, dass Berlin gern damit prahlt, ein Drittel der Nordsee unter Schutz gestellt zu haben. Wofür ist das gut, wenn man den Schutz nicht ernst nimmt?“
Obwohl im Vorfeld der Genehmigung die Bedenken der oben benannten Verbände allen beteiligten Ämtern als auch dem Umwelt- und Wirtschaftsministern mitgeteilt wurden, erteilte das Landesbergamt in Clausthal-Zellerfeld die Genehmigung.. Aus diesem Grund wurde der Fall an das zuständige Umweltdezernat der Europäischen Kommission gemeldet. „Dies bedeutet unter Umständen, dass sich Deutschland vor dem europäischen Gerichtshof verteidigen muss und mit entsprechenden Strafen zu rechnen hat“, erklärt Sigrid Lüber, Vorsitzende der Europäischen Koalition für lärmfreie Ozeane (ECSO). Fragen zu Schweinswalen:
Ralf Sonntag, Direktor IFAW Deutschland;
www.ifaw.org; rsonntag@ifaw.org; Tel. +49-172-4390583
„Der eigentliche Skandal ist, dass die Entscheidung des zuständigen Bergbauamtes entgegen der Empfehlung des zuständigen Umweltamtes (BfN) erteilt wurde“, erklärt der Direktor vom IFAW Deutschland, Dr. Ralf Sonntag. Der Verhaltensbiologe und Bioakustiker der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, Dr. Karsten Brensing, bringt es auf den Punkt: „Damit verletzt Deutschland europäisches Umweltrecht und gefährdet unsere letzten, streng geschützten Wale“. Dr. Iris Menn, Meeresbiologin von Greenpeace, sagt dazu: „Hier zeigt sich wieder einmal, dass die Bundesregierung aus wirtschaftlichen Interessen den Naturschutz hinten runterfallen lässt. Da nutzt es auch nichts, dass Berlin gern damit prahlt, ein Drittel der Nordsee unter Schutz gestellt zu haben. Wofür ist das gut, wenn man den Schutz nicht ernst nimmt?“
Obwohl im Vorfeld der Genehmigung die Bedenken der oben benannten Verbände allen beteiligten Ämtern als auch dem Umwelt- und Wirtschaftsministern mitgeteilt wurden, erteilte das Landesbergamt in Clausthal-Zellerfeld die Genehmigung.. Aus diesem Grund wurde der Fall an das zuständige Umweltdezernat der Europäischen Kommission gemeldet. „Dies bedeutet unter Umständen, dass sich Deutschland vor dem europäischen Gerichtshof verteidigen muss und mit entsprechenden Strafen zu rechnen hat“, erklärt Sigrid Lüber, Vorsitzende der Europäischen Koalition für lärmfreie Ozeane (ECSO). Fragen zu Schweinswalen:
Ralf Sonntag, Direktor IFAW Deutschland;
www.ifaw.org; rsonntag@ifaw.org; Tel. +49-172-4390583
Fragen zu
Schutzgebieten:
Iris Menn,
Meeresbiologin von Greenpeace,
www.greenpeace.de; iris.menn@greenpeace.de; Tel:
+49-171- 888 00 23
Fragen zum Problem
Verlärmung und deren Konsequenz für Wale
Karsten Brensing, Conservation Manager der Whale and
Dolphin Conservation Society
www.wdcs-de.org; karsten.brensing@wdcs.org ; Tel
+49-176-22675679
Fragen zu
internationaler Politik
Sigrid Lüber, Präsidentin
OceanCare und Delegierte von ECSO
www.oceancare.org; slueber@oceancare.org; Tel. +
41-044-780 66 88