Trotz internationaler Proteste: Robbenjagd beginnt
„Die Jagd ist unvorstellbar grausam“, so Dr. Ralf Sonntag, Leiter des deutschen IFAW-Büros. „In den letzten Jahren haben wir immer wieder Verstöße gegen Tierschutz-Standards beobachtet und dokumentiert. Das wird in diesem Jahr nicht anders sein.“
In diesem Jahr startet die Jagd verspätet, da es kaum Packeis im südlichen St.-Lorenz-Golf gibt und so gut wie keine Robben. Der IFAW hat in den letzten zwei Wochen Erkundungsflüge unternommen und eine katastrophale Eissituation vorgefunden.
„Durch das mangelnde kompakte Eis werden die Jäger vorwiegend vom Boot aus auf die Robben schießen“, so Dr. Sonntag. „Genaues Zielen ist unter den Umständen schwierig, viele Tiere werden nur verletzt und flüchten ins Wasser, wo sie einen langsamen, qualvollen Tod erleiden. Zehntausende werden in diesem Jahr vermutlich so sterben.“