Waldbrände bedrohen Tiere und Lebensräume
Dienstag, November 7, 2006
Mantangai/Indonesien
Um Ackerland zu gewinnen legen Bauern und Plantagenbesitzer absichtlich jedes
Jahr Waldbrände vor der Regensaison im November. Die Feuer zerstören die
Lebensräume der Orang-Utans. Zudem gefährdet entstehender Rauch die Tiere. Die
Menschenaffen fliehen vor den Flammen aus den Wäldern in angrenzende
Palmölplantagen. Dort werden sie oft von den Plantagenarbeitern geschlagen und
vertreiben. Ziel des Rettungsteams vom IFAW und BOSF ist, so viele Tiere wie
möglich tiermedizinisch zu behandeln und in sichere Gebiete umzusiedeln.
In Indonesien leben noch 60.000 Orang-Utans in Freiheit. Experten des IFAW schätzen, dass diese schon in zehn Jahren ausgestorben sein könnten. Der Grund: Lebensraumvernichtung.
Etwa 146 heimische Säugetierarten sind laut Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN in Indonesien vom Aussterben bedroht. Somit leben dort weltweit die meisten gefährdeten Säugetierarten.
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