EU beschließt Tierschutz-Aktionsplan
· Tierschutz in Europa soll sich nicht auf Nutz- und Versuchstiere beschränken, sondern sich auf alle Tiere ausweiten, also auch auf Wildtiere. Besondere Priorität sollen dabei Richtlinien zu Themen wie nachhaltige Entwicklung und Wildtierhandel erhalten.
· Das EU-Parlament berücksichtigt die Forderung der Öffentlichkeit nach ethisch und sozial unbedenklichen Produkten und beauftragt die Europäische Kommission, auf internationaler Ebene mehr zu unternehmen. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit der Welthandelsorganisation (WTO), damit sich auch dort die Anerkennung hoher Tierschutz-Standards durchsetzt.
· Die Resolution unterstützt den Antrag, ein Importverbot für Hunde- und Katzenfelle einzuführen, fordert ein Handelsverbot für alle Robbenprodukte und für alle so genannten „grausamen Produkte“ aus Drittländern. Sie verlangt außerdem, ein befristetes Importverbot für Wildvögel in ein dauerhaftes umzuwandeln.
Für Dr. Ralf Sonntag, Leiter des IFAW-Büros Deutschland, ist dies „eine historische Abstimmung des EU-Parlaments. Ab sofort muss der Tierschutz-Aspekt bei allen Richtlinien berücksichtigt werden, in denen es um Tiere geht. Wir begrüssen besonders die starke Betonung darauf, dem Tierschutz in internationalen Foren Gehör zu verschaffen und ihn auf Wildtiere auszuweiten. Die Forderung nach einem Handelsverbot für Robbenprodukte repräsentiert die Meinung einer absoluten Mehrheit der Bürger Europas.“