Ausnahme vom Elfenbein-Handelsverbot: aufgeschoben, nicht aufgehoben
Auch die Käuferländer müssen anerkannt werden. Japan und China hatten sich als Käufer beworben. Trotz mangelnder Überwachung des Elfenbeinhandels in Japan akzeptierten die Delegierten das Land als Käufer der Lagerbestände. China wurde dagegen nicht akzeptiert. Zu viele Beschlagnahmungen geschmuggelten Elfenbeins und ein Report vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) über die mangelnde Überwachung trugen dazu bei.
„Der Aufschub des Verkaufs gibt uns Zeit, die WA-Mitgliedsländer weiter von den Gefahren des Elfenbeinhandels für die Elefanten zu überzeugen,“ erklärt Peter Pueschel, Leiter der IFAW-Kampagne gegen Wildtierhandel. „Auch Japan hätte nicht als Käuferland akzeptiert werden dürfen. Heute erfuhren wir, dass dort 3 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt wurden - ein Warnsignal dafür, dass weiterhin tausende von Elefanten gewildert werden, um den illegalen Markt zu versorgen. Langfristig werden wir die Elefanten dieser Welt nur durch ein absolutes Handelsverbot schützen können“.