IFAW einigt sich mit US-Marine auf Schutzmaßnahmen für Wale
Letzte Woche hatten der IFAW und der NRDC bei einem Bundesgericht eine einstweilige Verfügung gegen den Einsatz des Sonars erreicht. Die Marine hatte sofort Beschwerde eingelegt.
„Unsere Chancen, das Verbot bei dem Berufungsgericht aufrecht zu erhalten, waren nach Meinung unserer Rechtsberater gering,“ erklärt Greg Wetstone, Leiter des IFAW-Büros in Washington. „Mit dem Kompromiss haben wir für das jetzige Manöver immerhin einigen Schutz für die Wale erreicht. Natürlich werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass die Sonar-Technologie ohne Schaden für Meeressäuger angewandt wird. Die entsprechende Klage läuft noch, sie ist von dieser Übereinkunft nicht berührt.“
Mittel- und niederfrequenter Sonar wird benutzt, um frühzeitig U-Boote aufzuspüren. Dazu werden sehr starke Impulse ausgesendet, die bei Walen zu Orientierungslosigkeit, inneren Blutungen oder sogar zum Tod führen können. Mehrere Massenstrandungen von Walen sind mit Manövern in Zusammenhang gebracht worden, bei denen die Marine Sonar eingesetzt hatte.
In den letzten Jahren war es nach Manövern unter anderem bei den Kanarischen Inseln, der Hawaii-Insel Kauai und bei den Jungferninseln zu Strandungen innerlich schwer verletzter Wale und Delphine gekommen.